1. www.muensterschezeitung.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Muenster
  6. >
  7. Ein schnelles Quartett peilt den Streckenrekord von Justus Kiprotich an

  8. >

Leichtathletik: Volksbank-Münster-Marathon

Ein schnelles Quartett peilt den Streckenrekord von Justus Kiprotich an

Münster

Seit vier Jahren hält der Streckenrekord, den damals Justin Kiprotich beim Volksbank-Münster-Marathon aufgestellt hatte. 2:09:28 Stunde benötigte der Keniaer einst, nun soll seine Vorgabe attackiert werden. Drei schnelle Landsleute sowie der Äthiopier Workneh Fikre haben ihr Kommen zugesagt – und sie alle weisen Bestzeiten im Bereich des münsterischen Rekordes auf.

Von Michael Schulte

Justus Kiprotich stellte 2018 einen Streckenrekord auf, der beim Volksbank-Münster-Marathon 2022 wackeln könnte. Foto: Jürgen Peperhowe

Die „Hasen“ sind verpflichtet, jetzt kann es was werden mit einem neuen Streckenrekord. Als Michael Brinkmann sich die Meldeliste für den Jubi-Lauf ansah, stellte er voller Zufriedenheit fest, dass sich da einige Hochkaräter angekündigt hatten. Sie wollen dabei sein, wenn im 21. Jahr des Volksbank-Münster-Marathon das 20. Rennen gestartet wird. Und wenn sie schon aus Kenia, Äthiopien oder der Mongolei eingeflogen werden, dann wollen sie am 11. September auch etwas abliefern. Und zwar eine Zeit unter der alten Bestmarke von 2:09:28 Stunden, die Justus Kiprotich aus Kenia 2018 aufgestellt hat.

„Da musste ich reagieren“, erzählte Brinkmann am Mittwochabend im Rahmen einer Pressekonferenz. „Denn da waren mit den Kenianern Duncan Cheruiyot Koech, Samwel Kiptanui Maswai und Kiprotich Kirui sowie dem Äthiopier Workneh Fikre gleich vier Läufer gemeldet, deren Bestzeit unter unserem Streckenrekord liegt. Also mussten zwei neue Tempomacher her, die solch eine Endzeit vorbereiten können.“

Kirui aus Kenia zugeschaltet

Natürlich versprechen persönliche Bestzeiten noch keine neue Bestmarke in Münster. Aber die Vorbereitungen dazu laufen auf Hochtouren. „Ich bin noch nicht bei hundert Prozent in meinem Leistungsvermögen, mich hat eine Corona-Erkrankung zurückgeworfen. Aber die Energie, die ich gespart habe, werde ich in Münster herauslassen“, versprach am Mittwoch der aus Kenia zugeschaltete Kirui. Er freut sich auf Münster und möchte am liebsten eine Zeit unter 2:09 Stunden garantieren. Im Übrigen macht Kirui gemeinsame Sache mit dem Deutschen Marathon-Meister Hendrik Pfeiffer. Beim Hannover-Marathon gab er den Hasen für Pfeiffer, der sich als Sieger für die EM Mitte August in München qualifizierte. Als Gegenleistung wird Pfeiffer seinem Kumpel in Münster beistehen, wenn auch nicht auf der Strecke. „So kurz nach der EM kann ich keinen zweiten Marathon rennen, auch wenn ich als Borkener in Münster zu gerne dabei sein würde.“ Und damit es für beide in ihren kommenden Aufgaben auch bestens läuft, halten sie derzeit ein gemeinsames sechswöchiges Trainingslager in Kenia ab.

Schneller Markus Scheller

Aber wer weiß? Vielleicht macht den favorisierten Afrikanern ein ganz anderer einen dicken Strich durch die Rechnung. Denn der Warendorfer Markus Scheller ist zwar erst seit 2018 auf der langen Strecke unterwegs, hat aber geradezu katapultartig seine erste Bestzeit von 4:45 Stunden ein Jahr später auf 2:51 Stunden gedrückt. 2021 blieb nach zweieinhalb Stunden die Uhr stehen. Und dieses Mal? „Mal sehen, immerhin habe ich schon 2:12 geschafft. Allerdings im Hochsprung.“

Startseite
ANZEIGE