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Fußball: Oberliga

„Eine Aktion dreht alles um“: Gievenbeck holt späten Punkt gegen Lotte

Münster

Es hätten drei Punkte für den 1. FC Gievenbeck sein können, am Ende aber musste die Truppe von Trainer Florian Reckels froh sein, dass es einer wurde. Beim 2:2-Remis gegen die Sportfreunde Lotte besorgte Comebacker Manuel Beyer den späten Ausgleich.

Von Thomas Austermann

Kämpften um jeden Meter im Gievenbecker Sportpark: FCG-Akteur Justus Kurk (li) setzt sich in dieser Szene gegen Nao Oriyama von den Sportfreunden Lotte (r.) durch. Foto: Wilfried Hiegemann

Das erste Oberliga-Viertelstündchen dieser Serie und seiner Karriere schrieb sich der eingewechselte Manuel Beyer in die Vita und bewahrte seinen 1. FC Gievenbeck mit dem Treffer in der Nachspielzeit zum 2:2 (1:0) gegen die Sportfreunde Lotte vor der fünften Niederlage am Stück. Der 32-Jährige, Leistungsträger der Aufstiegssaison, stürmte erfolgreich und sicherte dem Team einen moralischen Schub.

Dem FCG ist zu wünschen, dass Beyer – aus beruflichen wie privaten Gründen erst seit zwei Wochen im Training – ein echter Rückkehrer wird, denn so ein gestandener wie kluger Kicker wird gebraucht. Wahrscheinlich wie gehabt in der Abwehr, denn dort wurde die Fehlerfortsetzung nicht vermieden.

Rote Karten färben das Duell

Rote Karten färbten das keineswegs unfaire Duell auch: Jeweils wegen Notbremsenfouls flogen ohne jede Diskussion Lottes Abwehrchef Simon Schubert (51.) und FCG-Verteidiger Niklas Beil (60.) vom Platz. Im Spiel zehn Mann gegen zehn Mann lebte die Intensität spürbar auf. „Die drei Punkte lagen auf dem Silbertablett“, sagte FCG-Trainer Florian Reckels und sah lange Zeit „ein sehr gutes Spiel von uns. Aber eine Aktion dreht alles um.“ Um sattelfester zu stehen, stellte der von neuen Personalsorgen geplagte Reckels auf eine Viererkette um. Philip Röhe spielte erstmals über 90 Minuten und agierte rechts sattelfest, Frederik Schulte tat es ihm links gleich. Auch offensiv gaben sie Impulse. Youngster Alexander Wiethölter kam erstmals als Startspieler und brachte Schwung.

Er war es auch, der gegen Lottes Aufbau den Ball erobert, den Christian Keil vor die Füße bekam. Der Kapitän nahm bestens Maß zum klugen 1:0-Abschluss (32.). Weitere große Torszenen gab es vor der Pause von keiner Elf. Risikovermeidung stand auf dem Tagesprogramm, Konzentration und sicheres Zusammenspiel. Lotte hatte oft im Spiel von hinten heraus Probleme. Beim FCG streute Janes Niehoff ein paar starke Pässe ein.

Beyer besorgt den späten Ausgleich

Louis Martins Konterlauf bremste Schubert regelwidrig als letzter Mann. Das erste Rot. Der nummerische Vorteil des FCG war schnell dahin: Jannis Fraundörfer patzte im Aufbauspiel, den konternden Nao Oriyama legte Beil in letzter Instanz. Rot Nummer zwei. Fraundörfer foulte dann Nils da Costa Pereira – Elfmeter. Fatlum Elzi verwandelte (66.) für Lotte, das nun läuferisch stark aufkam und gradlinig die offensiven Wege machte.

Niklas Determann besorgte Lotte per Kopf das 2:1 (74.). Die Nachspielzeit lief schon und Gievenbeck hatte zwei aussichtsreiche Szenen verstreichen lassen, als Linksfuß Schulte mit starker Hereingabe Beyer fand und ebenso feste gedrückt wurde wie der Kopfballtorschütze nach seinem Comeback.

FCG: Eschhaus – Röhe, Beil, Fraundörfer, Schulte – Rüschenschmidt, Kurk – Keil, Niehoff (82. Beyer), Wiethölter (61. Maddente) – Martin (88. Fromme)

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