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Basketball: 2. Bundesliga Pro B

Eine Handvoll Siege und tosender Applaus für die WWU Baskets

Münster

Die WWU Baskets haben auch das fünfte Spiel in der 2. Bundesliga Pro B gewonnen. Gegen die BSW Sixers muss das Team von Björn Harmsen allerdings eine deutliche Leistungssteigerung vollbringen. 

Von Thomas Austermann

Cosmo Grühn (M.) lieferte Energie und Punkte, auch wenn ihn Frederik Rungby (l.) und Vincent Friederici hier in die Mangel nehmen. Foto: Jürgen Peperhowe

Eine Handvoll Siege auf dem Konto und am Sonntagabend eine Stimmung fast wie früher: 1760 Zuschauer in Berg Fidel applaudierten die WWU Baskets Münster stehend ins Ziel, das der alte und neue Tabellenführer der Pro B Nord dank einer gehörigen Steigerung mit einem 79:71 (36:42) über die BSW Sixers aus Sachsen-Anhalt jubelnd erreichte. „Das war unser bisher stärkster Gegner“, sagte Trainer Björn Harmsen.

Sixers mit Bundesliga-Kandidaten

Der mit Bundesliga-Kandidaten besetzte Gast lieferte physisch beeindruckend und mit vielen sicheren Ballvortrag-Experten wie Vincent Friederici zunächst griffiger. Die Baskets wirkten durchaus beeindruckt. Gut für sie, dass Center Adam Touray unterm Korb aktiv und erfolgreich war.

Aus der Distanz gab es für sechs Werfer aber nichts zu gewinnen. Ein Dreier traf bei acht Versuchen in die Reuse – bisweilen wurde hektisch und aus unguten Positionen geworfen. Die Sixers dominierten wach und entschlossen im zweiten Viertel mit einem 11:0-Lauf zum 31:23. Münster wirkte angeschlagen, verwarf viel und fand in der Abwehr (noch) kein Mittel gegen die schnelle Passfrequenz der Gäste.

"Wir kamen in den Flow"

Der Halbzeitstand war freilich keine Bürde und die Pause nutzte Harmsen augenscheinlich bestens. Wieder einmal stellte er vornehmlich die großen Kerle auf und ordnete die Defensivstrategie neu. Während der permanent attackierte Ryan Richmond dieses Mal nur schwerlich an Wert gewann, drehten Stefan Weß, Cosmo Grühn und Aufbauspieler Oliver Pahnke (sieben Assists) auf. Auch Helge Wezorke fischte sich die zweiten Bälle. „Wir haben denen 29 Punkte nach der Pause gestattet – nur“, sagte Harmsen. „Mit der aufkommenden Stimmung hier war unsere Intensität da“, beschrieb Grühn, der sich immer so schön freuen kann, wenn ihm etwas gelingt.

Und da gab es jetzt einiges: Erst setzte Weß im 9:0-Lauf zwei Dreier frontal zum Korb stehend nach Anspielen von Pahnke, dann schuftete Grühn vorne wie hinten eindrucksvoll und setzte zwei Dreier von außen zum Viertelschluss. „Wir kamen tatsächlich in den Flow“, lobte Weß auch die Fans. Er blieb wie Grühn und Touray mehr als 30 Minuten auf dem Feld, auf dem die Sixers mit schnell gestopptem Zwischenspurt (7:0) keine Antworten mehr hatten, als Wezorke fünf Minuten vor Schluss per Dreier traf. Dank konzentrierter Abwehrarbeit reichte das allemal.

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