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Rudern: Bundesliga

Eine kleine, schnelle Schwester für den Münster-Achter

Münster

Der Münster-Achter bekommt eine kleine Schwester. Zumindest eine Halbschwester. In der kommenden Saison geht in der Frauen-Bundesliga der „Melitta-Achter Minden-Münster – Team Red“ an den Start. Und der hat gleich große Ziele.

Von Ansgar Griebel

„Team Red“ jetzt vor Münsters Hafenkulisse Foto: RVM

Der Münster-Achter ist längst ein Begriff, er steht für Stimmung, Tempo und Erfolg – weit über die Stadt hinaus. In der Ruder-Bundesliga hat sich der Sprinter aus Westfalen  einen sehr guten, aus Konkurrenten-Sicht zuletzt sogar furchterregenden Ruf erworben. In der vergangenen Kurzserie haben die starken Jungs aus Münster jedes Rennen gewonnen, zu dem sie angetreten sind, zur Berechnung der Meisterschaftsgleichung war keine höhere Mathematik mehr notwendig. Da reichte es, eins und eins und eins zusammenzuzählen.

Einige schlagkräftige Damen

Im Schatten der schnellen Männer ruderten allerdings schon zuletzt auch einige schlagkräftige Damen mit: In der Frauen-Bundesliga stellte Münster immerhin eine Hälfte des Kooperationsbootes mit dem meisterschaftserfahrenen Melitta-Achter aus Minden, nachdem schon in den Jahren zuvor bereits immer der eine oder andere Rollsitz von Athletinnen aus Münster besetzt worden war. In der bevorstehenden Serie wird Münster nun auch namentlich den Vorsitz übernehmen. Der große Münster-Achter wird also eine „kleine“ Schwester bekommen, die sich aber ebenfalls Großes vorgenommen hat. Ruderinnen des RVM und des ARC werden mit Kolleginnen aus Minden den „Melitta-Achter Minden-Münster – Team Red“ besetzen, der schon jetzt auf dem Dortmund-Ems-Kanal die ersten Trainingskilometer hinter sich gebracht hat. Die Kooperation zwischen dem RVM und dem Bessel-Ruder-Club Minden, mit dem neuen Trainingsstandort in Münster, will – so viel steht fest – nicht nur dabei sein.

15 Frauen im Training

Im November 2021 hat sich die junge Mannschaft aus über 15 Frauen komplett neu aufgestellt. Seitdem wird gemeinsam an Land und auf dem Wasser daran gearbeitet, den Achter bis zur Saison so schnell wie möglich zu machen. Der erste Erfolg konnte sogar schon eingefahren werden: Bei den deutschen Ruderergometer-Meisterschaften im Februar hat eine Abordnung im Achterwettbewerb auf der Sprintdistanz einen starken zweiten Platz herausgefahren. Mit diesem Erfolgserlebnis im Rücken laufen die Vorbereitungen auf den Saisonauftakt im Juni in Werder (Havel) auf Hochtouren weiter. Neben weiteren geplanten Trainingswochenenden steht dabei auch die Aaseeregatta am 23. und 24. April auf dem Programm.

Für das neue „Team Red“ werden unter anderem Celina Waldschmidt, Ruby Habig, Sonja Körich, Clara Vorwerk, Frederike Föster, Mariam Sommer, Ximena Simsch, Luisa Eichler, Elena Erdtmann, Hilde Kestner, Nele Deittert, Mia Wiesenack, Mirja Meise, (alle RVM), Linda Krafft und Antonia Elke (beide ARC) an den Start gehen. Führende Rollen nehmen die beiden Männer im Team der starken Frauen ein: Steuermann ist Niklas Dresselmann (Minden) und das Training übernimmt Hagen Heidinger (RVM).

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