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Fußball: Landesliga

Elfer-Geschenk entscheidet für Heiden und gegen Albachten

Münster

Auch das Kellerduell gegen Viktoria Heiden lief für Concordia Albachten denkbar schlecht. Mit 0:2 verlor der Aufsteiger zu Hause und ist damit nun Tabellenletzter. Eine Szene, auf die die Gäste nur gewartet hatten, lieferte den Knackpunkt.

Von Thomas Austermann

Devin Bürschgens (l.) versucht in dieser Szene Heidens Sturmtank Fabian Ossing abzuschirmen, Rouven Kievit (r.) schaut zu. Foto: Peter Leßmann

Einen Spieltag vor Hinrundenschluss ist Landesliga-Aufsteiger Concordia Albachten mit dem 0:2 (0:0) im Heimspiel gegen Viktoria Heiden auf den letzten Rang abgerutscht – als brauchte es dieses Zeichen noch, um den Ernst der Lage zu zementieren. Im ersten Halbjahr 2023 kann es nur um den Ligaerhalt gehen. Vielleicht sind dann ein paar der Langzeitverletzten wieder einplanbar für den harten Wettbewerb.

Trainer Sebastian Hänsel weiß um die Höhe der Hürde und hatte sich die Entwicklung dieser Kellerpartie so nicht gewünscht. Denn nach sehr ausgeglichener erster Halbzeit mit kaum einer nennenswerten Torszene zweier fleißiger wie ungefährlicher Teams fehlte nach dem Wechsel „15 oder 20 Minuten lang die Intensität, die wir vorher geboten haben“ (Hänsel).

Ibraim scheitert an Hövelmann

Als hätte sich das zuvor biedere Heiden für die Umstellung auf Attacke, mehr Laufbereitschaft und Zuspielen in die Tiefe Zeit gelassen: Ex-Preuße Ali Ibraim, links offensiv unterwegs, tauchte plötzlich zentral vor Keeper Thorben Hövelmann auf, scheiterte aber ebenso wie der große Zentralstürmer Fabian Ossing. Das Zusammenspiel der beiden war später auch nicht von Erfolg gekrönt, ein wuchtiger 16-Meter-Schuss von Ossing saß dito nicht.

Aber es lag was in der Luft, denn Albachten setzte unter Druck auf lange Bälle oder verhaspelte sich im Passspiel. Ibraims Hacken-Zuspiel fand Jan Möllmann, der gerade in den gefährlichen Raum eingedrungen war und von Jonas Gövert gefoult wurde. Den Elfmeter nutzte Heidens Außenverteidiger Phillip Stapel souverän zum 1:0 (66.).

Kovacevic dreht auf

Hänsel stellte direkt um auf eine Dreierkette und befreite den schnellen Gövert von Defensivaufgaben. Ein bisschen Druck wurde auch entfacht, wenn zum Beispiel Nemanja Kovacevic aufdrehte als Ballverteiler. Aber dass sich in der zentralen Spitze zu wenig tut und Silas Nübel oft allein verantwortlich ist, gilt als bekanntes Manko.

Heiden verließ sich auf die stabilen Innenverteidiger Patrick Janert und Lennard Blits, die gerne resolut aufräumen. Ein langer Ball aus der Gäste-Abwehr landete noch bei Torjäger Timo Gremme, der sein Solo rechts herum startete, nach innen zog und sauber abschloss zum 2:0 (80.), seinem neunten Saisontreffer.

„Wir waren darauf eingestellt, wie Heiden uns begegnen will, und haben vor der Pause das Spiel noch in die Breite ziehen können“, sagte Hänsel. „Das 0:0 war bis dahin okay, aber es zeichnete sich dann immer mehr das ab, was uns ja leider auch widerfahren ist.“

Concordia: Hövelmann – Gövert (84. Zymner), Saerbeck, Heimsath (84. Jülkenbeck), Kievit (76. Gröger) – Bürschgens – Kovacevic, Wolf, Frede, Kroker – Nübel

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