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Hockey: Oberliga

THC Münster freut sich auf Wiederbeginn nach langer Wartezeit

Münster

Es hat lange gedauert, jetzt ist der Tag gekommen. Die Damen und Herren des THC Münster gehen in die neue Oberliga-Saison und sind heilfroh, dass sie ihrem Sport, zunächst auf dem Feld, wieder nachgehen können. Gerade die Männer wollen oben ein Wort mitreden.

Von Henner Henning

Kapitän und Abwehrchef: Jasper Garbe Foto: Peter Leßmann

Lange ist es her, dass die beiden Oberliga-Mannschaften des THC Münster um Punkte gespielt haben. Im Oktober 2020 erfolgte der bislang letzte Schlusspfiff, danach ließ die Pandemie die Hockey-Schläger ruhen – zumindest im Liga-Betrieb. Doch nun, eine abgesagte Hallen-Saison sowie eine abgebrochene Feld-Spielzeit später, geht es für die Mannschaften vom Dingbängerweg wieder los. „Endlich“, wie Lasse Höppner stellvertretend sagt.

Es waren – wie für viele Sportler – auch für die THCler harte Zeiten, die nach Online-Training via Zoom und ersten zaghaften Einheiten in Kleingruppen noch mit einem zusätzlichen Handicap umgehen mussten. Als endlich wieder Mannschaftstraining in voller Stärke erlaubt war, stand ihnen kein Platz zur Verfügung. Die Verlegung des neuen Kunstrasens verzögert sich erst, danach mussten die Teams zunächst auf unbewässertem, stumpfem Geläuf trainieren. „Das war nicht optimal. Aber wir haben das Beste daraus gemacht“, meint Höppner, Mannschaftssprecher der Oberliga-Herren.

Lasse Höppner

Fast schon traditionell gehört die personelle Fluktuation bei den studentisch geprägten THC-Truppen dazu, diesmal fällt diese mit zwischenzeitlich zwei Semestern doppelt aus. „Da hat sich viel getan“, sagt Höppner, der auf zahlreiche Zu- wie Abgänge verweist. So sind etwa Leistungsträger wie Anton Schellhorn, Louis Schuchmann und Leopold Borne nicht mehr dabei, dafür aber hat sich etwa mit Maximilian Keller vom Düsseldorfer HC ein spielstarker Mittelfeldmann dem Club angeschlossen. Er soll helfen, der Mannschaft von Spielertrainer Fabian Schomann und Abwehrchef Jasper Garbe schnell Struktur und Rhythmus zu verleihen, schließlich will der THC, der am Sonntag (12.30 Uhr) beim ETB Essen beginnt, diesmal „oben mitspielen“. Das ist möglich, „klare Favoriten gibt es eigentlich nicht“, erklärt Höppner.

Korte sieht Raffelberg vorn

Dies ist in der Damen-Oberliga ein wenig anders, wie Trainer Florian Korte vermutet. Den Club Raffelberg schätzt er hoch ein, ebenso den HC RW Velbert. Und seine Mannschaft? „Wir wollen gut in die Saison starten und schauen, was dann geht“, sagt Korte, der seinen eigentlich großen Kader um Torhüterin Theresa Günther wegen der Semesterferien noch nicht komplett beisammen hat.

Da trifft es sich ganz gut, dass Münster ein „vermeintlich leichtes“ Startprogramm erwischt hat. „Wir brauchen noch Zeit, bis alles zusammenpasst. Aber die Testspiele liefen ganz ordentlich“, schöpft Korte aus den beiden Turnieren in Dortmund und Düsseldorf Zuversicht. Wie weit seine Schützlinge sind, wird Spiel eins bei der Bielefelder TG an diesem Sonntag (18 Uhr) zeigen, wenn es dann endlich wieder um Punkte geht.

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