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Fußball: Oberliga

Entkräftete Preußen teilen die Punkte beim 2:2 bei Victoria Clarholz

Münster

Gerecht ist das nicht. Während Victoria Clarholz in den vergangenen zwei Wochen eine Pause einlegen durfte, mussten die Preußen binnen elf Tagen vier Spiele absolvieren. Der Kräfteverschleiß macht sich mehr und mehr bemerkbar – auch wenn sich am Donnerstag beide Mannschaften 2:2 trennten.

Von André Fischer

Preuße Kevin Schacht (r.) musste nach 77 Minuten ausgelaugt runter, vier Spiele in elf Tagen gehen nicht spurlos an den Protagonisten vorbei. Foto: Johannes Oetz

Es war schon mehr als kurios und unfair, dass die zweite Preußen-Garde in der Vorwoche erst auf den letzten Drücker seitens des Verbandes darüber informiert wurde, wer denn jetzt der Auftaktgegner in der Oberliga-Abstiegsrunde ist. Inzwischen ist nach dem Match gegen Hamm (2:2) der Alltag zurück, am Gründonnerstag wurden die Jungs von Trainer Kieran Schulze-Marmeling bei Victoria Clarholz vorstellig. Und kamen erneut über eine Punkteteilung nicht hinaus. Auch in der kleinen Gemeinde des Kreises Gütersloh hieß es 2:2 (2:1). „Das war unser viertes Spiel in elf Tagen. Die Jungs gehen auf dem Zahnfleisch. So gesehen bin ich nicht unzufrieden“, bilanzierte der Coach die 90 Minuten.

Das alles bleibt auf Dauer nicht ohne Folgen, nach gerade mal 24 Minuten musste Nick Selutin verletzt runter, für ihn kam Tekin Gencoglu. Drei Minuten später aber machten die spielstarken Gäste das 1:0 durch Can Mehmet Pohl (27.). Die Freude darüber währte nur vier Minuten, dann traf Marlon Herzog zum Ausgleich (31.). Münster blieb überlegen, setzte auf dem relativ kleinen Spielfeld immer wieder Nadelstiche. So wie in der 43. Minute, als Luis Frieling zum 2:1 erfolgreich war.

Im zweiten Abschnitt machte sich der münsterische Kräfteverschleiß mit zunehmender Spieldauer bemerkbar. „Clarholz hatte zwei Wochen frei, gerecht ist das nicht“, so Schulze-Marmeling. Und trotzdem hatte der Gast die Victoria am Rande einer Niederlage – bis Oliver Cylkowski nach einem umstrittenen Strafstoß das 2:2 machte (69.). „Danach kannst du das Ding hier auch verlieren“, musste der Coach noch 20 bange Minuten überstehen.

Schon am Montagnachmittag geht es nahtlos weiter im Spielbetrieb, dann gastiert Westfalia Herne auf dem Kunstrasenplatz der Preußen (15 Uhr).

Preußen II: Westphal – Ter-Horst, Cirak, Klauke, Sengün – Koopmann (75. Di Pierro) – Pohl, Schacht (77. Wald) – Demirarslan (54. Mause), Selutin (24. Gencoglu), Frieling

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