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Fußball: Bezirksliga

Erst Verwirrung, dann der Ausgleich - Nullacht-Joker sorgt für Drama in Albachten

Münster

Das Bezirksliga-Stadtduell zwischen Concordia Albachten und dem SC Münster 08 endet 2:2. Am Donnerstagabend fallen kuriose Treffer - und am Ende tanzt ein Trainer auf dem  Platz. 

Von Michael Schulte

Punkteteilung im Stadtduell: Kapitän Wojtek Walica (Mitte) und der SC Münster 08 jubelten am Donnerstagabend spät über den Ausgleich bei Concordia Albachten – hier mit Torschütze Emrullah Uzun (li.) und Niklas Frede (re.). Foto: Peter Leßmann

Es war noch in der hektischen Schlussphase, als die Nullachter einem 1:2-Rückstand im Bezirksliga-Derby bei Concordia Albachten nachliefen und Trainer Julian Wiedenhöft alles nach vorn werfen ließ. Lapke hatte er schon für die Offensive gebracht, in der 83. Minute schickte er auch noch Christoph Lange aufs Feld. Die Marschroute war klar: „Vorne rein zu Gunnar Weber.“

Der Spieler hatte das offensichtlich nicht richtig verstanden, so dass er nachfragte: „Wohin soll ich genau laufen?“ - „Vorne rein, Mann. Oder soll ich dir noch ein Handy mit Google Maps mitgeben?“ Brauchte der aufgebrachte Coach dann doch nicht. Denn ausgerechnet Lange war es, der den Nullachtern in der zweiten Minute der Nachspielzeit den Ausgleich bescherte. Wiedenhöft tanzte auf dem Spielfeld, während sein Trainerkollege Sebastian Hänsel auf der Bank der Gastgeber seine Enttäuschung nicht verbergen konnte.

Schiedsrichter Lampen räumt Fehler ein

Es war eine intensive Partie der beiden münsterschen Clubs; es war zuweilen hektisch, nicht immer fair, aber insgesamt schon sehr ansehnlich. Und es war ein Spiel mit zahlreichen Höhepunkten, von denen nicht alle geplant waren. Die Führung der Gastgeber resultierte aus einem Foulelfmeter, den Silas Nübel herausgeholt und Emrullah Uzun verwandelt hatte. Ob es diesen Strafstoß wirklich geben musste, darüber stritten die Protagonisten.

Während die Nullachter allesamt die Welt nicht mehr verstanden, hatten die Concorden keine Probleme mit der Entscheidung. Schiedsrichter Simon Lampen muss bei seiner Entscheidung selbst nicht ganz wohl gewesen sein, denn nach Spielschluss entschuldigte er sich bei den Nullachtern für „meine Fehlentscheidung“. Wiedenhöft zeigte dafür größten Respekt und konnte im Nachhinein mit dem falschen Pfiff besser leben.

Albachten-Keeper lädt Nullacht zum Ausgleich ein

Auch der Ausgleich der Gäste kam in der 44. Minute eher ungewollt zustande. Albachtens Schlussmann Thorben Hövelmann hatte den Ball am Fuß und wollte Luca Rehberg locker mit einem Heber aussteigen lassen. Das ging voll in die Hose, Rehberg passte zu Gunnar Weber und der schob den Ball ins Tor.

Die Freude war bei den Nullachtern noch nicht ganz beendet, da herrschte schon wieder tiefe Trauer. Denn quasi mit dem Pausenpfiff schlug Albachten in Person von Nemanja Kovacevic zurück und freute sich beim Pausentee über eine 2:1-Führung. Diese war im Übrigen vollauf verdient, weil die Hausherren im ersten Abschnitt die bessere Mannschaft waren.
Nach dem Wechsel wurde  08 aggressiver, frecher, offensiver. Und brachte zum richtigen Zeitpunkt Christoph Lange.

Albachten: Hövelmann - Medford, Frede, Heimsath, Leinkenjost - Kroker (65. Duschicka), Jülkenbeck, Niehues, Uzun (78. Fröhning)- Nübel (90. Zymner), Kovacevic
08: Kersten - N. Rehberg, Bockelmann, Egbers (63. Groetzner), Schwarzer - Walica, L. Rehberg (66. Lapke), Höppner, Hamsen (83. Lange) - Dondrup, Weber

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