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Basketball: 2. Liga ProB

Erste Schlappe für die WWU Baskets - Coffin fällt lange aus

Münster

Irgendwann wäre sie ohnehin fällig gewesen, dennoch hätte Trainer Philipp Kappenstein auf die erste Saisonniederlage gerne noch gewartet. Aber in Itzehoe unterlagen die WWU Baskets mit 72:80. Schlimmer noch: Chef-Organisator Marck Coffin fällt bis Weihnachten aus, schöne Bescherung ...

Henner Henning

Seine 24 Punkte und 14 Rebounds reichten nicht: Malcolm Delpeche und die Baskets unterlagen in Itzehoe. Foto: Jürgen Peperhowe

Irgendwann fanden die Improvisationskünste ihr Ende. Und die Kräfte. Lange hatten sich die WWU Baskets Münster gewehrt, hatten ohne die Aufbauspieler Marck Coffin und Nico Funk die Partie bei den Itzehoe Eagles offen gestaltet. Doch es reichte nur für etwas mehr als drei Viertel, dann musste der Vizemeister des Vorjahres den Gastgeber zum 72:80 (43:40) ziehen lassen. Es war die erste Niederlage der Saison, für die es aber mildernde Umstände gab.

Vor allem weil die Mannschaft von Trainer Philipp Kappenstein im Training am Freitagabend eine Hiobsbotschaft verkraften musste. Marck Coffin, als Lenker und Denker eingeplant, fehlte nicht nur in Itzehoe. Seine Verletzung entpuppte sich als Muskelbündelriss – Pause bis Weihnachten. „Das war ein Schock für alle und ist extrem bitter für Marck. Wir müssen auf dieser Position nun reagieren“, sagte Kappenstein. Der Club um Manager Helge Stuckenholz, der eine zeitnahe Lösung präsentieren will und – mit Blick auf das Heimspiel am Samstag (19.30 Uhr) gegen Rist Wedel – auch präsentieren muss, führt bereits Gespräche..

In Schleswig-Holstein aber musste der Coach wie in Stahnsdorf (auch dort fehlten Coffin und Funk) improvisieren. Der 17-jährige Leo Lüsebrink begann auf der Position eins und wurde gleich einmal vom ehemaligen Bundesliga-Akteur Flavio Stückemann eingenordet. Ballverlust plus Korbleger, dazu ein Dreier ins Gesicht von Lüsebrink – ein klares Statement der bis Samstag noch sieglosen Adler, die sich auf 11:2 absetzten. „Wie wir befürchtet hatten, ist Itzehoe extrem heiß rausgekommen. Aber wir haben uns mit einem überragenden zweiten Viertel zurückgekämpft und waren dran“, meinte Kappenstein. Auch dank des überragenden Malcolm Delpeche (24 Punkte, 14 Rebounds), der eines seiner besten Spiele für die Baskets bestritt.

Doch die Intensität, die der Gastgeber den Münsteranern gerade im Ballvortrag abverlangte, forderte ihren Tribut. Ob Lüsebrink, Alex Goolsby, Andrej König oder Leo Padberg, sie alle sahen sich der aggressiven Defensive ausgesetzt, Münster fand nur schwer gute Wurfpositionen – und auch nur schwer ein gutes Händchen. Und da auf der Gegenseite Stückemann, Scharfschütze Thorben Haake (fünf Dreier), Chris Hooper (alle 15 Punkte) und Marko Boksic (14) gleichmäßig trafen, mussten die Baskets zu Beginn des vierten Viertels (52:51) die Eagles ziehen lassen. „Unsere Defensive war über weite Strecken in Ordnung, dann waren wir nicht bei den Schützen. Alle opfern sich für das Team. Aber das kostet viel Kraft, dann fehlt die Ruhe. Dazu kommt, dass wir durch die Ausfälle nicht alle Systeme laufen konnten und die Rotation nur behelfsmäßig funktionierte“, sagte Kappenstein, der sein Team aber nach drei Partien im Lot sieht. UBC: Delpeche (24/1 Dreier), J. König (11/2), Weß (9/2), A. König (9), del Hoyo (6), Goolsby (5/1), Fouhy (3), Padberg (3/1), Hänig (2)

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