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Fußball: Oberliga

Gievenbeck verspielt 2:0-Führung und verliert auch gegen Paderborn II

Münster

Der 1. FC Gievenbeck kommt einfach nicht aus dem Negativstrudel heraus. Auch im letzten Oberliga-Spiel des Jahres kassierte die Truppe von Trainer Florian Reckels eine Niederlage – dabei lieferte sie beim 2:3 gegen den SC Paderborn II kein schlechtes Spiel.

Von Thomas Austermann

Verspielten eine Zwei-Tore-Führung gegen den SC Paderborn II: Gievenbecks Asmar Paenda (l.) und Janes Niehoff (r.). Foto: Peter Leßmann

Bitterböser Jahreskehraus in der Oberliga: Der 1. FC Gievenbeck überließ dem SC Paderborn II beim 2:3 (2:0) die Zähler und fragte sich, wie man so ein Spiel bloß verlieren kann. Die neunte Niederlage zum Hinrundenabschluss fing sich der Aufsteiger keineswegs nach schwachem Spiel, sondern wegen haarsträubender Fehler und wird sich sammeln müssen für den verschärften Abstiegskampf ab Februar.

Nichts und niemand konnte die Niedergeschlagenen trösten an diesem kalten Samstag. Der Trainer fand als Erster Worte. Florian Reckels sah „drei Geschenke“, so gut wie „keine Paderborner Torszene aus dem Spiel heraus“, erlebte „keinen Einbruch“ seiner Elf, sondern „ganz klare Arbeit gegen den Ball“ und mithin die Basis für die Rückrunde. „Ich sage: Auf dieser Vorstellung können wir aufbauen!“

FCG braucht nur fünf Minuten für die Führung

Auf das, was in Halbzeit eins geboten wurde, sicherlich. Mit erneut umgebauter Abwehr und sehr forsch ging der FCG gegen die beste Defensive der Liga vor und eroberte direkt die zweiten Bälle in Reihenfolge. Aufmerksam und gallig. Guglielmo Maddentes Freistoß brachte Nils Heubrock noch nicht im Tor unter, aber den Abpraller jagte Daniel Geisler ins Netz. Fünf Minuten erst waren da gespielt. Der SCP um Ex-Profi Christian Strohdiek (34) in der Innenverteidigung versuchte zwar, mit Ball das Spiel auseinanderzuziehen, leistete sich aber unkonzentriert einige Fehlpässe. Das Duell nahm der tiefer stehende und laufstark verschiebende FCG griffiger an.

Janis Fraundörfer blockte einmal einen Schuss von Gästestürmer Ken Czok (23.), viel mehr kam nicht von den Gästen. Dafür reagierte Christian Keil nach fatalem Aufbau-Fehlpass von Paderborns Luca Kiefer im plötzlichen Freiraum mit Zug zum Tor und coolem Abschluss zum 2:0 (30.).

Eschhaus schenkt Paderborn den Anschlusstreffer

Drei neue Kicker kamen für Paderborn zur zweiten Halbzeit, für jeden Mannschaftsteil einer. Aus dem vielen Ballbesitz aber schlugen die Ostwestfalen nur Kapital, weil Czok nach Konter mit einem harmlosen Schuss traf (54.). FCG-Keeper Nico Eschhaus ließ den Ball aus den Händen über die Linie flutschen, was dem zuverlässigen Punkte-Retter in der Form kaum jemals zuvor passiert sein dürfte. Sechs Minuten später ließ Asmar Paenda den schnellen wie technisch guten Marlon Lakämper laufen, dessen Hereingabe Martin Ens zum 2:2-Kopfballtreffer nutzte. Das „Momentum“ also gehörte jetzt Paderborn, das auch besser nachsetzte als zuvor und läuferisch zulegte.

Die Münsteraner knickten nicht weg, aber sie fanden schwer zu durchgespielten Entlastungsszenen. Maddente versuchte es einmal aus spitzem Winkel, Keil auch im Konter nach Paendas Anspiel. Dank Manuel Beyers Präsenz und Konsequenz wackelte die FCG-Kette nicht wirklich, auch wenn Paderborns Joker Betrieb machten. Erst aus einem Einwurf heraus fabrizierten die Gäste ihren Siegtreffer: Direkt vor dem Eschhaus-Kasten klärte niemand von den Bereitstehenden, aber Ens reagierte auch gegen Beyer gedanklich schnell wie kurz und trocken und besorgte mit dem Fuß das 3:2 (83.)

FCG: Eschhaus – Röhe, Beyer, Fraundörfer, Paenda – Heubrock (88. Meyering), Kurk – Maddente, Geisler (78. Martin), Niehoff – Keil

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