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Handball: Bezirksliga/Landesliga

Für die HSG Preußen/Borussia beginnt das große Rätselraten

Münster

Das Bezirksliga-Duell um die Meisterschaft zwischen der HSG Preußen/Borussia und Coesfeld war ein echter Krimi. Für beide Clubs geht‘s nun in der Relegation weiter - mit jeder Menge Fragezeichen.

Von Wilfried Sprenger und Jonas Austermann

Wie geht’s weiter? Die HSG Preußen/Borussia wartet nach der Vizemeisterschaft in der Bezirksliga auf den Relegationsgegner. Foto: privat/HSG

Durch ein Wechselbad der Gefühle sind die Bezirksliga-Handballer der HSG Preußen/Borussia Münster im letzten Spiel der regulären Saison gewatet. Im Kampf um Platz eins holte das Team von Coach Dominik Sowada gegen Eintracht Coesfeld in letzter Sekunde ein 26:26 (15:13) – und das, obwohl die HSG 80 Sekunden vor Schluss noch zwei Treffer zurückgelegen hatte.

„Nach diesem Spielverlauf ist es auf jeden Fall ein gewonnener Punkt für uns“, meinte Sowada. „Und trotzdem ist das Resultat auch ein ärgerliches.“ Denn: Preußen/Borussia hatte nach etwa 40 Minuten – und bei vier Toren Vorsprung – einige Gelegenheiten ausgelassen, den Sack zuzumachen.

Darf der HSG-Gegner überhaupt aufsteigen?

Das furiose Finish und eine gut gefüllte Halle an der Ludwig-Erhard-Schule hinterließen bei den Adlerträgern mit Blick auf die anstehende Relegation für die Landesliga aber ein gutes Gefühl. Platz eins in der Bezirksliga-Staffel 2 ging zwar an Coesfeld (21:7 Punkte), aber die HSG hat mit einer Bilanz von 20:8 ohnehin alle Erwartungen übertroffen.

Wie es nun weitergeht? Das steht gewissermaßen in den Sternen. Laut Plan würde Sowadas Team in der Relegation auf die HSG Hohne/Lengerich treffen. Die aber schließt sich zur kommenden mit dem TV Kattenvenne zusammen, der aktuell eine stark abstiegsgefährdete Landesliga-Mannschaft stellt.

Das Problem: Kattenvenne bestreitet noch bis Ende Mai Ligaspiele, die Bezirksliga-Relegation aber soll schon Mitte des Monats gespielt werden. Hohne/Lengerich dürfte aber nur dann aufsteigen, wenn Kattenvenne den Landesliga-Startplatz durch Abstieg verliert. „Die Situation ist ziemlich verrückt. Keiner weiß, gegen wen er jetzt spielt“, sagt Sowada. „Wir können uns in den nächsten zwei Wochen also nur auf uns selbst konzentrieren – das ist meist eh das Beste.“

Sparta setzt ein kleines Zeichen

In der Landesliga der Mäner besiegte der Tabellendritte SC Münster 08 den Fünften Vorwärts Gronau mit 33:31 (18:19). In einer umkämpften Partie gab der Gastgeber eine 11:7-Führung bis zur Halbzeit wieder aus der Hand. Erfolgreichste 08-Torschützen waren Linus Witzenhausen und Marius Müller (je 8).

Eine 18:35-Klatsche kassierte Eintracht Hiltrup beim TSV Ladbergen. Bis zum 5:7 hielten die Münsteraner Anschluss, danach setzte sich der Spitzenreiter sukzessive ab. Bereits zur Pause (20:9) war die einseitige Begegnung entschieden. Steffen Roehr traf fünfmal für die Eintracht.

Ein kleines Zeichen setzte Sparta Münster. Nach einer wahren Niederlagenserie errang das abgeschlagene Schlusslicht im Kellerduell beim Vorletzten TV Kattenvenne immerhin einen Punkt. Die Partie endete 25:25, praktisch mit der Schlusssirene rettete Fabian Kuropka den Gästen das Remis. Das Spiel glich einer wilden Achterbahnfahrt. Sparta war nach 27 Minuten 12:7 vorn, in der 41. Minute lag die Mannschaft 15:18 hinten. Als erfolgreichste Torschützen trugen sich Kuropka (5), Simon Davids und Nils Haverkamp (je 4) in der Statistik ein.

Nullacht siegt im Nachbarschaftsduell

In der Landesliga der Frauen behauptete sich der SC Münster 08 im Nachbarschaftsduell gegen Sparta Münster mit 29:22. Die Partie war lange offen, erst in der Schlussviertelstunde setzte sich der Hausherr ab. Beste Torschützinnen waren Verena Schnur (8), Madeleine Kröger (6) und Lea Große-Schute (4) für 08 sowie Paula Mägdefrau (6) und Anna Lücke (5) für Sparta.

Sehr schwer tat sich Westfalia Kinderhaus als Gast des Tabellenzehnten TB Burgsteinfurt. Am Ende zitterte sich der Rangzweite zu einem 28:27 (13:14)-Erfolg. Nach einem Fehlstart (2:6) lief die Westfalia bis in die zweite Halbzeit einem Rückstand hinterher. Als Ann-Kathrin Glage in der 56. Minute auf 28:24 stellte, schien die Begegnung entschieden. Doch Burgsteinfurt kämpfte sich noch einmal bis auf ein Tor heran.

Esther Schwarz (9/7), Laura Siebert (7) und Johanna Plett (6) waren die auffälligsten Torschützinnen. Am Samstag erwartet Kinderhaus (34:4 Punkte) den ungeschlagenen Ligaprimus Everswinkel II (36:0) zum Gipfeltreffen.

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