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Rudern: Bundesliga

Gänsehaut am kochenden Aasee vor dem großen Finale

Münster

Eigentlich kann es am Samstag nur einen Sieger geben: Nicht weil die Jungs im Münster-Achter sich auf dem heimischen Aasee besser auskennen als die Konkurrenz, auch nicht, weil die Fans am Uferrand für den entscheidenden Boost sorgen, sondern schlicht und einfach, weil der Münster-Achter die aktuelle Ruder-Bundesliga-Saison souverän beherrscht – und das Finale daheim entsprechen dominieren will.

Von Ansgar Griebel

2019 machte der Münster-Achter beim Heimspiel das Rennen, diesmal soll es neben dem Tagessieg auch zum Titelgewinn reichen. Foto: Pischke

Die ersten Vorbereitungsarbeiten sind unübersehbar, es tut sich was am und auf dem Aasee. Einen Tag bevor der Volksbank-Münster-Marathon die Ausdauerathleten auf die Straßen lockt, bittet der Münsteraner Regattaverein (MRV) zum Sparda-Bank-Renntag aufs Wasser – und so viel steht fest: Münsters größtes Naherholungsgebiet ist am Samstag mit viel Vorsicht zu genießen. „Gänsehaut“ prophezeit Rolf Warnke als Organisations-Chef der Ruder-Bundesliga (RBL) Aktiven und Besuchern, während MRV-Vorsitzender Henrik Niebuhr warnt: „Der Aasee wird kochen.“ Unter dem Strich dann wohl ein Schüttelfrost mit Ansage, wenn die schnellsten Achter des Landes am dritten und finalen Wettkampftag der verkürzten Saison den neuen Meister ausfahren.

Rückkehr an den Geburtsort der RBL

An dem Ort, an dem im Jahr 2009 die Ruder-Bundesliga stimmungsvoll aus der Taufe gehoben wurde, soll nun also zwölf Jahre später die Entscheidung in der elften Auflage fallen. „Wir freuen uns in diesem besonderen Jahr, das Saisonfinale der RBL in Münster ausrichten zu dürfen“, so Nils Warnke, der Regattaleiter des MRV.

In Münster wird eine Serie zu Ende gebracht, um die die Organisatoren im Vorfeld lange kämpfen und bangen mussten. Zwei der geplanten fünf Termine fielen Mitte des Jahres noch der Pandemie zum Opfer, mit Verspätung nahmen die Sprinter dann auf dem Phönixsee in Dortmund Fahrt auf, hielten das Tempo auf dem Mittellandkanal knapp 20 Meter über der Weser in Minden, ehe es jetzt in der in Rudererkreisen berüchtigten Aasee-Arena zum großen Showdown kommen wird.

Münster-Achter bislang ungefährdet

Wobei allerdings ausgerechnet der Münster-Achter zum Spielverderber werden könnte, weil die Besatzung vom ARC und vom RV in den bisherigen Rennen für einen unübersehbaren Spannungsabfall gesorgt hat. Souveräner Sieg in Dortmund, klare Sache in Minden: Während vor zwei Jahren auf dem Aasee noch das Zielfoto über den Tagessieg entscheiden musste, bedürfte es diesmal schon eines extremen Weitwinkels, um den Münster-Achter und seine Verfolger auf ein Foto zu bannen.

3G: gerudert, gewonnen, gefeiert

Und so hat die Besatzung für Samstag ihre ganz eigene 3G-Regel ausgerufen: Es wird in dieser Reihenfolge gerudert, gewonnen und gefeiert, das zumindest ist der Plan von Teamsprecher Christoph Koebe und seinen Kollegen im bislang so dominanten Achter.

Beim Heimspiel soll also der Münster-Achter vom Wasser aus die Stimmung anheizen, an Land sorgt wie gewohnt der Regattaverein mit seinen 150 freiwilligen Helfern für den reibungslosen Ablauf, der in diesem Corona-Jahr etwas anders und komplizierter als gewohnt ausfällt, wie der Sicherheitsbeauftragte Klaus Fischer betont: „In enger und konstruktiver Kooperation mit den städtischen Ämtern haben wir viel bewegt, damit die Veranstaltung stattfinden kann. Der Zielbereich am Aasee wird am Samstag von 9 Uhr bis 20 Uhr zur 3G-Zone.“ Der Eintritt bleibt frei, überprüft werde aber der Nachweis der Impfung, Testung oder Genesung – und dann steht der entspannten Ruder-Party und der Gänsehaut am kochenden Aasee nichts mehr im Wege.

Herausforderer aus Osnabrück

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