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Handball: Landesliga Frauen

Gelassenheit bei Münster 08 und Sparta trotz ungleicher Spielanzahl

Münster

Die einen erst acht, die anderen bald 13 Spiele – der SC Münster 08 und Spartas Frauen bilden Gegenentwürfe in der Landesliga. Ein Team bekommt am Ende eine straffes Programm, das andere muss womöglich tatenlos zusehen im Abstiegskampf. Bauchschmerzen haben beide nicht.

Von Thomas Rellmann

Anna Lücke (r.) und Sparta liegen fast im Soll. Foto: Jörg Riemenschneider

Schiefe Tabellen sind aktuell in jeder Sportart an der Tagesordnung und waren selbst vor Corona keine Seltenheit. Im Handball fällt im Moment jedoch auf, dass einige Mannschaften aufgrund der hohen Zahlen seit November gar nicht mehr gespielt haben, während andere ihr Programm weitgehend absolvieren konnten.

Das führt zum Beispiel in der Frauen-Landesliga zu der Situation, dass Sparta Münster nach dem wegweisenden Spiel gegen den TB Burgsteinfurt am Samstag (17.30 Uhr) satte fünf Partien mehr absolviert haben wird als Innenstadtrivale SC Münster 08, der mit 6:10 Punkten aus acht Partien derzeit auf einem Abstiegsrang steht. „Das spielt aber keine Rolle“, sagt Abteilungsleiterin Iris Helftewes. „Irgendwann müssen wir wieder spielen, aber erst mal wollen wir solange wie möglich pausieren.“ Derzeit gibt es bei Nullacht einige Positivfälle, vor Ende des Monats kehrt der Club wohl nicht zurück aufs Parkett.

Sparta würde auch verlegen

Gegenentwurf Sparta hat bis auf das Derby gegen den Kanalclub seine Begegnungen durchgezogen. „Bei der Abfrage waren bei uns fast alle dafür, weiterzumachen“, sagt Coach Max Köster. „Unsere Gegner wollten meistens auch – wir hätten aber natürlich verlegt, wenn eine Mannschaft den Wunsch gehabt hätte.“ 9:15 Zähler aus zwölf Spielen deuten an, dass auch hier der Blick nach unten geht. „Klar, jetzt müssen Punkte her. Wir schauen auf uns, wissen aber auch, dass andere noch aufholen können.“

Die Pläne des westfälischen Verbands sehen vor, dass die im Dezember und Januar ausgefallenen Begegnungen bis April nachgeholt werden, fast alle sind bereits terminiert. Die Februar-Partien werden dann im Mai und Juni hinten drangehängt. „Das Bild ist nicht gerade, aber alle Vereine wussten vor der Saison auch, dass das passieren kann“, sagt Verbandsvize Andreas Tiemann. Ob ab März wieder regulär gespielt wird, mag er noch nicht einschätzen. „Wir wollen aber auf jeden Fall weiter Handball anbieten. Es gibt Mechanismen, die greifen bei weiteren Verzögerungen. Notfalls muss mal in der Woche gespielt werden.“

Iris Helftewes

Für Nullacht wird es demnach auf ein straffes Programm im Frühjahr hinauslaufen, was Helftewes gelassen bewertet. „Wir machen dann eben hinterher einfach weiter.“ Andersherum könnte sich für Sparta die Situation ergeben, dass das Team am Ende kampflos zusehen muss, wie Konkurrenten womöglich wochenlang noch munter punkten. „Das ist dann eben so“, sagt Köster.

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