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Fußball: Bezirksliga

Gelmer schwimmt auf der Erfolgswelle, Albachten jubelt in letzter Sekunde

Münster

GW Gelmer hat in der Bezirksliga Platz zwei erobert, Spielertrainer Gerrit Göcking nimmt beim Heimsieg gegen Bösensell eine besondere Rolle ein. Albachten holt einen Zähler, Aasee geht leer aus und ärgert sich.

Von Jonas Austermann

Der nächste Dreier: Maik Schmidt  (li.) und Gelmer gewannen daheim gegen Bösensell mit 2:0. Foto: Wilfried Hiegemann

GW Gelmer schwimmt in der Bezirksliga 12 weiter auf der Erfolgswelle. Mit dem dritten Sieg im vierten Spiel sprang der Club auf Rang zwei. Spielertrainer Gerrit Göcking sah am Sonntag gegen den SV Bösensell ein „hochverdientes“ 2:0. Gelmer ließ nur eine Chance zu, die aber vereitelte Keeper Marcel Schmidt. Göcking steht aktuell auch selbst auf dem Rasen, personell drückt bei den Grün-Weißen nämlich noch immer der Schuh.

Und der spielende Coach besorgte nach drei Minuten auch gleich die Führung. Eine verlängerte Ecke schoss er zum 1:0 in die Maschen. „Wir haben nicht durchgehend geglänzt, waren nach vorne aber immer wieder gefährlich“, sagte der Torschütze. Beinahe hätte Göcking sogar den Doppelpack geschnürt, sein 2:0 wurde wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung aber zurückgepfiffen (30.). Pascal Altefrohne vergab zwei weitere Gelegenheiten für Gelmer. So war es Innenverteidiger Markus Schürmann vorbehalten, mit seinem Tor zum 2:0 für die Vorentscheidung zu sorgen (70.). „Dass wir so einen Start hinlegen, hätte ich nach der teilweise chaotischen Vorbereitung nicht gedacht“, meinte Göcking. „Im Moment macht es einfach Spaß.“

BW Aasee: Pleite trotz "Einbahnstraßenfußball"

Davon konnte bei BW Aasee keine Rede sein. Trainer André Kuhlmann hatte beim Heimspiel gegen Germania Hauenhorst zwar „Einbahnstraßenfußball“ und „80 Prozent Ballbesitz“ seiner Mannschaft gesehen, am Ende aber unterlagen die Blau-Weißen mit 1:2. Schon nach neun Minuten rutschte ein Gäste-Freistoß durch Aasees Mauer und ins Tor.

Martin Pruin glich per Foulelfmeter aus (28.), unmittelbar vor dem Pausenpfiff aber schlug Hauenhorst nach einem Freistoß aus dem Halbfeld erneut zu. Aasee schob immer wieder an, spielte aber nur bis zum Strafraum zielstrebig, dann war stets Endstation. „Das ist sehr ärgerlich, wir haben drei Punkte liegen gelassen, die absolut drin waren“, sagte Kuhlmann.

Concordia Albachten: Kovacevic erlöst Coach Hänsel

Bei Concordia Albachten blickte man mit gemischten Gefühlen auf das 1:1 gegen den SV Mesum II. „Die Leidenschaft meiner Jungs war sehr beeindruckend, trotzdem ist es unfassbar, wie viele Chancen wir vergeben haben“, meinte Coach Sebastian Hänsel. Schon in Hälfte eins ließen Rouven Kievit, Silas Nübel und Nemanja Kovacevic gute Einschussmöglichkeiten ungenutzt. Das sollte sich rächen.

Weil Dominik Volmer sich kurz vor der Pause bei einem Sprint einen Muskelfaserriss zuzog, musste Hänsel die Dreierabwehrkette umbauen. Das sorgte anfangs für etwas Unruhe –   Mesum witterte seine Chance und nutzte Concordias schwächere Phase zur Führung (66.). Albachten aber steckte nicht auf, drängte weiter nach vorne. Kovacevic schoss in der fünften Minute der Nachspielzeit dann doch noch zum 1:1 ein. „Ich bin sehr froh, dass wir uns noch belohnt haben“, meinte Hänsel.

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