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Fußball: Bezirksliga

Gerrit Göcking verlässt GW Gelmer schon im Sommer wieder

Münster

Nach nur einer Saison trennen sich die Wege von GW Gelmer und Trainer Gerrit Göcking wieder. Dem 30-Jährigen fehlt die Perspektive im Heidestadion. Er sucht nach etwas anderem, vielleicht aber kickt er auch erst mal wieder nur.

Von Wilfried Sprenger

Denkbar, dass Gerrit Göcking wie einst für Westfalia Kinderhaus auch erst mal wieder nur Spieler ist. Foto: Wilfried Hiegemann

Im Sommer 2021 stieg Gerrit Göcking als neuer (Spieler-)Trainer beim Bezirksligisten GW Gelmer ein. Der Verein und der „Neue“, der von Westfalia Kinderhaus kam, einigten sich auf eine zunächst einjährige Zusammenarbeit. Länger wird’s dann auch nicht mehr: Göcking verlässt das Heidestadion nach der laufenden Saison. Dem 30-Jährigen fehlt die „sportliche Perspektive“.

Göcking und GWG – das war und ist kein Missverständnis. „Gelmer ist ein besonderer Verein mit einem sehr familiären Umfeld. Eigentlich fühle ich mich sehr wohl dort“, sagt Göcking. Eigentlich. Der Coach hat Ambitionen, die der Club offenbar nicht erfüllen kann. Er möchte vorankommen und keine Probleme verwalten. „Unser Kader ist klein. Und die Trainingsbeteiligung leider oft sehr überschaubar. Das ist auf Dauer ermüdend“, erklärt der Trainer. „Gemeinsam mit der Mannschaft hinter der Mannschaft“ habe er versucht, Dinge zu verändern. Ohne wirklichen Erfolg. „Inzwischen fehlt mir die Fantasie, dass sich Entscheidendes tut. Wir bräuchten im Sommer zehn neue Leute, das wird nicht zu schaffen sein“, konstatiert der Trainer.

Anfragen, aber nichts Konkretes

Bis zum Saisonende wird sich Göcking „reinhängen, um mit Gelmer den Klassenerhalt zu schaffen. Für die Zeit danach sucht er aber etwas Neues. „Es gab schon einige Anfragen. Aber bis jetzt war noch nichts dabei, das mich direkt begeistert hat. Ich bin da zurzeit wirklich entspannt.“

Göcking ist für vieles offen, auch auf ein Engagement als spielender Coach legt er sich nicht fest. „Es kann auch ein reiner Trainerjob sein. Wichtig ist mir, dass die Perspektive stimmt“, sagt er. Und wenn sich kein Verein meldet? Dann sei das auch kein Problem. „Ich kann mir auch vorstellen, irgendwo ein Jahr nur zu kicken. Aus Spaß und als Ausgleich.“

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