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Fußball: Frauen-Bezirksliga

Geteilte Punkte – doppelte Freude bei Borussias Frauen

Münster

Das Spielergebnis brachte keinen Sieger hervor, die Bezirksliga-Fußballerinnen von Borussia Münster durften dennoch jubeln. Nach dem 1:1 gegen Verfolger BW Aasee steuern die Borussinnen unaufhaltsam Richtung Landesliga.

Von Thomas Austermann

Auf und davon: BWA-Spielerin Samira Mittring (l.) enteilt ihren Bewacherinnen Michelle Wichtrup (.) und Vera Steinhoff von der Borussia. Foto: Peter Leßmann

Der hartnäckigste Verfolger von Borussia Münster war in diesem wichtigen wie sehr fair geführten Duell der Frauen-Bezirksliga die Idee gefährlicher, aber aus der Bahn kippen konnte Blau-Weiß Aasee den wohl unaufhaltsam Richtung Landesliga-Aufstieg strebenden Tabellenführer nicht. Das 1:1 (0:0) manifestiert die Abstände, was ja im Saisonfinish vor allem ein gutes Zeichen für den besser Platzierten ist.

Trainer Rasch muss passen

Borussias Coach Detlev Rasch erfuhr per Telefon von der Spielentwicklung und dem Spielausgang. Er musste erkrankt passen und seinen erfahrenen Co-Trainer Jürgen Hellwich am Grevingstraßen-Kunstrasen in die Verantwortung schicken. Die aufeinander abgestimmte Elf machte es Hellwich leicht und sorgte nur ein paar Minuten für Unruhe am Rande, als Aasee vorlegte.

Borussia im Glück

„Wir haben den Punkt glücklich geholt“, sagte Hellwich grundehrlich. „Aasee hatte vorne drin Vorteile und wir haben das Passspiel weniger sauber als sonst hinbekommen.“ Auch wenn die erreichten 50 Punkte nicht zu Leichtsinn führen dürften, „denke ich nicht, dass wir noch so viele Niederlagen kassieren, die uns da oben wegholen.“ BWA­- Coach Kolja Steinrötter unterstützte gedanklich diese These und nannte Borussia als Konkurrenten um den Relegationsplatz zwei gar nicht mehr. „Wir müssen gucken, was Oelde und vielleicht noch Ahlen machen“, sagte er und lobte den sattelfesten Spielgewinner. „Borussia ist aufs richtige Resultat aus, wartet auf Fehler und schlägt gute Standards. Das sind Pluspunkte.“

Viel Aasee-Druck

Mit der Dreierkette um Dauerbrennerin Marieke Holm, die den unbedingten spielerischen Ansatz schon im Aufbau seelenruhig umsetzt, wartete Aasee auf. Über Tabea Thoma und der links offensiv aktiven Zara Ellamaa wurden die Stürmerinnen Samira Mittring, enorm wendig und technisch klasse, sowie Lisa Ziehm gesucht, die die Bälle festmachte. Die Borussia musste es hinnehmen, dass Aasee öfter im gefährlichen Raum auftauchte. Die Gastgeberinnen setzten auf die schnelle Greta Pauli hinter Stürmerin Leontien Lentz, die sich den Angriffsposten per Jobsharing mit Virginia Dieckhues teilte. Bis einschließlich Bezirksliga dürfen ja Spielerinnen aus- und wieder eingewechselt werden.

Tore hüben wie drüben

Als Zara Ellamaa zweimal links entwischt war und ihre Hereingaben keinen Ertrag brachten, hätte Borussia spätestens auf die 22-Jährige aufmerksam werden müssen. Die Flügelspielerin ging nach dem Wechsel den eigenen Weg – statt abzuspielen zog sie von links nach innen und traf per Aufsetzer (69.) ins lange Eck. Zwölf Minuten später verschaffte sich Ellamaa auf identische Art Freiraum und traf den Pfosten. Da stand es schon 1:1, denn einen Pauli-Eckball köpfte Dieckhues sehenswert ins Tor (72.).

Borussia: Rüdiger – L.Otte, Harms, Wichtrup, Benz – Loddenkemper, Steinhoff – Brand, Pauli, Erfkemper – Lentz. – Eingewechselt: Dieckhues, Brüggenkamp

Aasee: Dos Santos Carlos – Otto, Holm, Löderbusch – von Weinrich, Lorenzen – Kohl, Thoma, Ellamaa – Mittring, Ziehm. – Eingewechselt: El-Faour, Weßels

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