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Fußball: Westfalenliga

Gievenbeck antwortet im Top-Duell gegen Rödinghausen II mit Geduld

Münster

Wie schon so oft in dieser Saison ließ sich der 1. FC Gievenbeck von einem Rückstand nicht schocken. Beim 2:2 (0:2) gegen den SV Rödinghausen II begegneten sich zwei Teams auf Spitzenniveau. Platz eins nimmt nun aber defr Delbrücker SC ein.

Von Thomas Austermann

Der Dogukan Demirbay hat am Boden keine Chance gegen die beiden Gievenbecker Janes Niehoff (l.) und Jannik Balz. Foto: Peter Leßmann

Die Wochen der Top-Spiele in der Westfalenliga läutete der 1. FC Gievenbeck als Spitzenreiter mit einem leistungsgerechten 2:2 (1:2) gegen den SV Rödinghausen II ein und holte in einem gutklassigen wie beiderseits meistens kontrolliert geführten Duell einen 0:2-Rückstand auf. Nicht zum ersten Mal bewiesen die Münsteraner, nach Nackenschlägen, nicht in Panik zu verfallen, sondern reagieren zu können.

Mit dem 5:2 in Mesum setzte sich jetzt der Delbrücker SC auf Rang eins und damit jene sehr stabile Elf, die jüngst Rödinghausens Serie von 13 Partien ohne Niederlage beendet hatte. Das Programm schreibt dem FCG jetzt vor, in Delbrück (24. April) und gegen Mesum (1. Mai) antreten zu müssen. Mehr Spannung geht nicht.

Mewes trifft mit erste Aktion

Gäste-Trainer Björn Hollenberg ließ seine taktisch enorm sattelfeste Elf erst einmal im Abwartemodus agieren und die Gievenbecker gerne kommen. Den Gefallen, dies übereifrig zu machen, taten sie dem SVR nicht – der Abtausch war von großer Disziplin und Respekt vor dem Gegner geprägt. Mit einem Schlag änderte sich das, und der Treffer für die spielerisch klugen Gäste entsprang ihrem hellwachen Nachrücken in die Spitze, wenn denn die Offensive mal bedient wurde. Einen Steckpass durch die FCG-Kette nutzte Fynn Mewes (17.) mit der ersten Abschlussaktion überhaupt. Gievenbeck kam vor allem nach Standards, die oft brandgefährlich platziert waren, zu Szenen. Freistöße und die Ecken von der rechten Seite zog Guglielmo Maddente vor den Kasten, von gegenüber sorgte Christian Keil für Reaktionen des auf der Linie starken Torwarts Nik Deubel. Der 20-Jährige war nach einer solchen Szene nur vom im Abseits stehenden Nils Heubrock zu überwinden. Johan Scherr scheiterte nach einer Ecke aus der Nahdistanz am Schlussmann.

Aus dem Spiel heraus gelang Rödinghausen mehr: Das 2:0 (42.) machte Offensivmann Mewes nach Doppelpass mit Adrian Wanner in einer Kontersituation, die der FCG auch nicht klärte. Wie gut für die Gastgeber, dass Daniel Geisler noch vor der Pause zum 1:2 abstaubte, nachdem Deubel einen Keil-Eckstoß nicht richtig abgewehrt hatte (45.).

Florian Reckels

„Nach zwei Kontern lagen wir zurück, dabei haben wir vor der Pause mehr getan“, sagte Trainer Florian Reckels. Runter gehen die Köpfe aber nie bei ihm oder seiner Elf, die durch Keil eine Chance vergab, dann aber einen zweiten Ball nach der Ecke nutzte. Maddente spielte den perfekten Vorbereiter für den per Kopf treffenden Verteidiger Scherr (59.).

Manuel Beyer war schon auf dem Rasen und stärkte die Abwehr, Anton Mand sollte die Offensive anschieben und ab der 80. Minute auch Zielspieler Peter Stüve, zuletzt zuverlässiger Torschütze in der zweiten Mannschaft in der Kreisliga A. Bis auf den Defensivwechsel aber wirkten die personellen Neuerungen nicht. Dem 2:2 folgte keine große offensive Initiative mehr. „Ich denke, dass uns in der Phase die Körner gefehlt haben. Die haben wir bei der Aufholjagd zuvor gelassen“, sagte Reckels. Weil Rödinghausen in der Schlussphase noch einmal vorrückte, aber zwei Szenen verstreichen ließ, kann der FCG auf 13 Partien ohne Niederlage am Stück blicken und auch daraus Stärke ziehen.

Wenngleich die Liga wichtiger ist, soll das Kreispokal-Halbfinale am Donnerstag beim VfL Senden aus der Landesliga so angepackt werden, dass das Finale am 26. Mai gegen den TuS Hiltrup zwei Westfalenligisten zusammenführt.

FCG: Eschhaus – Scherr, Volmering, Beil (55. Beyer) – Paenda, Heubrock, Balz – Niehoff (55. Mand), Geisler (80. Stüve) – Maddente, Keil

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