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Fußball: Junioren-Kreispokal

Gievenbeck setzt sich im Stadtderby gegen Münster 08 die Krone auf

Münster

Ein Doppelpack von Alexander Wiethölter brachte den A-Junioren des 1. FC Gievenbeck den Sieg im Kreispokal-Finale gegen den SC Münster 08. Der Kanalclub triumphierte aber den B-Jugendlichen. Zudem jubelte die weibliche U 17 des TuS Saxonia Münster.

Von Michael Schulte

Der 1. FC Gievenbeck bejubelt den Titel. Foto: Peter Leßmann

An den Fans lag es nicht. Die Sympathisanten des SC Münster 08 zogen wirklich alle Register, die eigene U 19 zum Kreispokalsieger zu machen. Da wurde die Werbebande im Takt traktiert, der Gegner verhöhnt, der Schiedsrichter verunsichert und zu allem Überfluss hinter den eigenen Kickern noch so mancher „Fußballgott“ vermutet. Es half alles nichts. Der Titelträger heißt 1. FC Gievenbeck. Der Westfalenligist setzte sich auf eigener Anlage gegen den Landesligisten und Stadtrivalen Nullacht mit 3:1 (1:1) durch.

Die meisten Zuschauer auf der sehr gut besetzten Tribüne staunten nicht schlecht, als der Gast nach drei Minuten in Führung ging. Tim Jahndorf war urplötzlich frei zum Schuss gekommen und sandte das Leder via Innenpfosten in die Maschen. „Damit war unser Plan, die Gievenbecker von Beginn an unter Druck zu setzen, sehr früh aufgegangen“, freute sich Nullacht-Trainer Angelo Schulz über einen gelungenen Schachzug.

Nullacht siegt mit der U 17

Fortan standen die Außenseiter sicher und kompakt, den Hausherren fiel nicht viel ein. Das änderte sich nach einer guten halben Stunde, als der FCG zuerst ein Abseitstor durch Rafael Branquinho und danach einen regulären Treffer durch Leon Becker (38.) erzielte. Fortan herrschte helle Aufregung bei Nullacht, das nur mit viel Willenskraft und reichlich Kräfteverschleiß das Remis in die Pause rettete. Schulz sagte: „Da haben wir die Körner gelassen, die uns im zweiten Abschnitt fehlten.“

Der Start in die zweite Halbzeit war quasi eine Kopie der ersten. Frühe Chance für die Gäste, aber Justus Franke klärte den Torschuss des eingewechselten Alan Pacariz auf der Torlinie. Jetzt aber waren die Hausherren spätestens im Spiel, sie nahmen das Heft in die Hand, kamen zu Möglichkeiten und zu zwei Treffern. Beide Male war es Alexander Wiethölter, der sein Team jubeln ließ (60., 64.). Dass Gäste-Keeper Mathis Neuhaus in beiden Fällen beim Herauslaufen unglücklich agierte, wurmte den Schlussmann am meisten. „Wir haben es dann ruhig nach Hause gebracht“, konstatierte Gievenbecks Trainer Patrick Hartung „einen verdienten Sieg“ für den neuen Pokalsieger. Mit Ausnahme der Anfangsphase sah Hartung seine Truppe klar auf Kurs, Jakob Bergmann als überragenden Akteur an und insgesamt ein ordentliches Spiel gegen einen starken Gegner.

Philipzen schießt Saxonia zum Titel

Fernschüsse von Jahndorf (knapp drüber) und Julian Kramm (Pfosten) hätten die Nullachter in der Schlussphase noch mal zurückbringen können, taten es aber nicht. Spätestens jetzt ließen die Nullacht-Fans die letzten Hoffnungen fahren, stellten die Unterstützung ein und fuhren heim.

FCG: Klüner – Möllers, Behrendt, Franke, Mietenkorte – Bergmann, Oelgemöller – Thüning (83. Fallenberg), Becker (83. Matheis) – Wiethölter, Branquinho (81. Mispelkamp)

Münster 08: Neuhaus – Mathieu (70. Pesl), Siepert, Bruder (46. Pacariz), Pohlmeyer – Lenze, Kramm, Groetzner, Enns – Jünger (75. Aldenhövel), Jahndorf

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