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Fußball: Kreisliga B

Amelsbüren-Coach Frankrone: „Da kannst du nur verlieren“

Münster

GW Amelsbüren hat den ersten Schritt gemacht und die Rückkehr in die Kreisliga A geschafft. Trainer André Frankrone spricht über die Feierei, die nächsten Ziele und einen prominenten Abgang.

Von Jonas Austermann

Hatte in dieser Saison jede Menge Grund zum Jubeln: Amelsbürens Trainer André Frankrone Foto: David Matthäus

GW Amelsbüren ist zurück – zunächst einmal in der Kreisliga A. 24 Siege in 25 Spielen und ein Torverhältnis von 115:24 sprechen eine eindeutige Sprache. Trainer André Frankrone (31) sprach mit Redaktionsmitglied Jonas Austermann.

Herr Frankrone, seit dem 8. Mai steht Amelsbüren als Aufsteiger fest. Sind die Feierlichkeiten beendet?

Frankrone: Unter der Woche ja, an den Wochenenden aber nicht. Nach dem Sieg gegen Nordkirchen und dem feststehenden Aufstieg gab es einen großen Druckabfall. Wir haben lange gefeiert, gefühlt war der gesamte Verein dabei. Das zeigt, dass hier viel gewachsen ist. Und am 15. Juni geht’s noch nach Mallorca.

Wie ist Ihre Gefühlslage seit dem Aufstieg?

Frankrone: Dieser Erfolg ist der gerechte Lohn für die letzten drei Jahre. Die zwei Corona-Spielzeiten haben extrem genervt, aber wir haben sie trotzdem gut genutzt. Die Jungs hatten immer Bock, haben super mitgezogen. Wir hatten nie den Übermut oder die Arroganz zu sagen, dass wir auf jeden Fall aufsteigen. Seit Dezember haben alle Externen schon darüber geredet, dass wir hochgehen. Da kannst du als Funktionär nur verlieren. Deswegen gab’s bei mir nicht nur pure Vorfreude, sondern auch den Gedanken daran, was passiert, wenn wir es nicht schaffen sollten. Aber: Hut ab vor den Jungs!

Und Sie gehen den Weg in Amelsbüren weiter mit.

Frankrone: Der Verein hat mich im Dezember angesprochen und für mich war gleich klar, dass ich bleiben will – ganz egal, welche anderen Angebote kommen könnten. Drei Jahre sind schon eine Zeit, nach der man auch mal etwas Neues machen könnte, aber das kam für mich nicht infrage. Mir ist wichtig, dass das Gesamtpaket stimmt – auch für die Spieler. Und das ist hier in Amelsbüren der Fall.

In der nächsten Saison geht’s also in der Kreisliga A rund. Was erwartet Sie dort?

Frankrone: Ich kenne die A-Ligen durch meine Tätigkeit als Schiedsrichter gut. Wir werden vor allem defensiv ganz anders gefordert werden, auch in Sachen Spielgeschwindigkeit und Härte geht’s mehr zur Sache. Wir wollen erst mal einen vernünftigen Mittelfeld-Platz erreichen, alles andere wäre im ersten Jahr ein Bonus. Wir freuen uns mega auf das Ambiente und das lokale Prestige in der A-Liga.

Wie sehr wird sich das Team verändern?

Frankrone: Alejandro Gomez geht zurück nach Spanien, er bestreitet am Sonntag gegen Centro Español sein letztes Spiel und wird verabschiedet. Auch Gerrit Friedrich geht ins Ausland, dazu ein paar Jungs in die Zweite. Benedikt Sollik kommt aus Wolbeck zurück und es könnten zwei, drei weitere Neuzugänge folgen. Aber der Großteil des Teams bleibt zusammen.

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