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Volleyball: 2. Bundesliga

„Haben sich alle verdient“: Orderbase Volleys starten ins neue Abenteuer

Münster

Alle Vorbereitungen sind erledigt und die Generalprobe liegt auch schon hinter den Volleyball-Männern des TSC Gievenbeck. Unter neuem Namen und mit einem neuen Trainer startet der Aufsteiger am Samstag in die Saison der Zweiten Bundesliga.

Von Wilfried Sprenger

Die Orderbase Volleys sind bereit für den Saisonstart: Betreuer Frank Oertker, Fred Nagel, Lennart Exner, Aaron Zumdick, Arne Bleines, Moritz Lembeck, Trainer Kai Annacker (vorn von links), Felix Wessels, Konstantin Holtstiege, Niklas Kotte, Luca Brirup, Dominik Rutke, Leon Winkler und Jonas Larisch (hinten von links). Foto: Orderbase

Die Stimmung ist gut, die Vorfreude riesig. Und die Form stimmt offenbar auch. Gefühlt seit Urzeiten stellt Münster als langjähriges Volleyball-Kraftwerk in NRW wieder einen Männer-Zweitligisten. Mit einem Heimspiel gegen den Kieler TV stürzen sich die Orderbase Volleys vom TSC Gievenbeck an diesem Samstag (19 Uhr, Unisporthalle) ins große Abenteuer. Souverän sicherte sich das Team in der vergangenen Saison die Drittliga-Meisterschaft. Nun wollen sich Zuspieler Moritz Lembeck und Co. auch im Bundesliga-Unterhaus beweisen. „Es ist nicht unser Ziel, unten drin zu stehen“, sagt Trainer Kai Annacker kess.

Ansprechende Leistungen und Erfolge in den Testspielen haben die Münsteraner im Glauben bestärkt, sich in der neuen Liga weder verstecken noch hintenan stellen zu müssen. Den Vergleich mit Liga-Konkurrent Schüttorf um Ex-USC-Coach Axel Büring entschieden die Volleys mit 3:1 für sich. Im Halbfinale des WVV-Pokals setzten sie sich in gleicher Höhe mit 3:1 gegen Humann Essen (ebenfalls 2. Liga) durch. Und auch die Generalprobe gegen den letztjährigen Drittliga-Vizemeister Delbrück (4:1) glückte. Gut 50 Fans schauten da schon neugierig zu. Gegen Kiel hofft Michael Spratte auf eine voll besetzte Tribüne.

Trainer Spratte ist „gut beschäftigt“

Spratte, Pädagoge am Gymnasium in Tecklenburg, ist so etwas wie der Vater der Leistungssprünge beim TSC. Nach dem Aufstieg wechselte der erfolgreiche Trainer auf die Teammanager-Position. Die Volleyball Bundesliga als zentrale Organisation des Spielbetriebs in Erster und Zweiter Liga verlangt den Vereinen einiges ab. Spratte ist im administrativen Bereich „gut beschäftigt“.

Der Fahrplan der Orderbase Volleys in der 2. Liga. Foto:

Als neuer Trainer wurde Annacker gewonnen. Ein Mann mit Zweitliga-Erfahrung, der zuletzt die Frauen von BW Aasee coachte und nach dem Abstieg aus der 3. Liga eigentlich eine Pause einlegen wollte. Die unerwartete Anfrage der Gievenbecker stimmte ihn um. „Dieses Angebot konnte ich nicht ablehnen“, erklärte er nach seiner sehr raschen Zusage im Sommer.

Personell recht unverändert

Auf dem Feld hat der Neuling nicht viel verändert. „Ganz bewusst“, erklären Spratte und Annacker unisono. Natürlich seien dem Club Spieler angeboten worden. „Aber die hätten wir bezahlen müssen. Das wollen und können wir nicht“, sagt Spratte. Noch wichtiger sei es, jenen Jungs, die den Aufstieg schafften, nun die Möglichkeit zu geben, sich im neuen Umfeld zu präsentieren. „Ganz einfach: Das haben sich alle verdient“, so Spratte.

Externe Zugänge gibt es nur zwei: Libero Leon Winkler und Diagonalangreifer Lennart Exner. Letztgenannter soll die Lücke schließen, die Mathis Rehse riss – er steht den Volleys nur noch „in Notfällen“ zur Verfügung.

Mit Kiel stellt sich am Samstag ein gestandener Zweitligist in der Unihalle vor. Zuletzt platzierte sich das „Nordlicht“ zuverlässig in der vorderen Tabellenhälfte. „Uns ist bewusst, dass da eine sehr hohe Hürde steht. Aber grundsätzlich halten wir Kiel nicht für unschlagbar“, sagt Kai Annacker.

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