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Fußball: SCN-Münsterland-Cup

Stadtis-Generalprobe: Viele Kreisligisten, ein Oberligist als Favorit

Münster

Nach fast drei Jahren ist die Durststrecke vorbei: Der Hallenfußball kehrt zurück. Vor den Stadtmeisterschaften dient das Turnier beim SC Nienberge als Generalprobe. Das Teilnehmerfeld ist aber weniger prominent besetzt als in der Vergangenheit.

Von Kevin Michaelis

Ein Blick in die Turniergeschichte und immer wieder der 1. FC Gievenbeck auf dem Siegerbild: Auch 2011 entführte der FCG den Cup aus der Nachbarschaft. Foto: Peter Leßmann

Fast drei Jahre mussten die Fußballerinnen und Fußballer coronabedingt auf Hallenturniere verzichten. Nun ist der Budenzauber zurück in Münster. Bevor es zwischen Weihnachten und Neujahr auch wieder um den begehrten Titel des Stadtmeisters geht, bittet der SC Nienberge von Freitag bis Sonntag beim SCN-Münsterland-Cup zur alljährlichen „Generalprobe“.

Den Anfang in der Halle an der Feldstiege machen Freitag ab 18 Uhr der 1. FC Gievenbeck und der SC Gremmendorf. Der Oberligist ist Titelverteidiger und gilt auch in diesem Jahr als großer Favorit. Und möglicherweise ist das so einfach wie nie. Denn anders als sonst kicken 14 der 20 teilnehmenden Mannschaft in der Kreisliga A und abwärts. FCG-Coach Florian Reckels ist ebenfalls vor Ort sein, das Sagen hat allerdings Co-Trainer Klas Tranow. Dennoch ist die Marschroute laut Reckels klar: „Die Jungs haben deutlich gemacht, dass sie bei dem Turnier auf jeden Fall dabei sein wollen. Und natürlich wollen wir so gut wie möglich abschneiden.“

Welcher Underdog spielt sich ins Rampenlicht?

Lediglich Westfalia Kinderhaus (Westfalenliga), Concordia Albachten, der BSV Roxel (beide Landesliga) sowie der SC Münster 08 und der ASC Schöppingen (beide Bezirksliga) sind neben dem FCG höherklassig verortet. Teams wie Borussia Münster, BW Aasee oder GW Gelmer – in der Vergangenheit regelmäßige Teilnehmer – sind bei der 35. Auflage nicht mit von der Partie.

Gleichzeitig bietet die Fülle an Kreisligisten dem einen oder anderen Underdog die Möglichkeit, sich ins Rampenlicht zu spielen. So zum Beispiel dem ESV Münster. Trainer des abstiegsbedrohten B-Ligisten ist Daniel Hirschfeld, der vor dem Turnier sagt: „Wir wollen in erster Linie Spaß haben und Fußball spielen. Natürlich ist es eine gute Vorbereitung auf die Stadtmeisterschaft.“ Dasselbe gilt für den TSV Handorf, Wacker Mecklenbeck oder GW Amelsbüren, die sich mit Sicherheit etwas ausrechnen. Jedes der drei Teams stellte nämlich so manchem Favoriten schon vor der Corona-Zeit ein „Beinchen“ in der Halle.

Finalspiele in Konkurrenz zur Katar-WM

Vielleicht tut das aber auch der SCN als Gastgeber. Vor heimischem Publikum war die Leistung rückblickend oftmals vielversprechend. Coach Gerrit Rolwes ist jedenfalls gespannt: „Natürlich möchten wir möglichst weit kommen. Aber ich glaube, dass es eine absolute Wundertüte wird.“ Neben dem Rolwes-Team stellt der SCN auch eine weitere „Kombo“, überwiegend aus Spielern der zweiten Mannschaft und aufgefüllt mit Kickern der Ersten.

Der Spielplan
in Nienberge

Dass die Halbfinalspiele und das Endspiel des SCN-Münsterland-Cups parallel zum WM-Endspiel in Katar laufen, sieht Turnierdirektor Sebastian Finkenbrink mit Blick auf die Zuschauerzahl als kein allzu großes Problem: „Mein persönliches Empfinden ist ohnehin nicht so groß, was die Weltmeisterschaft angeht. Außerdem ist Deutschland längst raus. Ich denke mir, dass es manch anderem ähnlich geht.“ Etwa 400 Menschen passen in die Halle. Finkenbrink hofft auf drei ausverkaufte Tage – die definitiv für ein erfolgreiches Comeback des Budenzaubers sorgen würden.

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