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Fußball: Hallenkreismeisterschaften

Nullachts junge Wilde überraschen den Titelverteidiger und sich selbst

Münster

Als A-Kreisligist mischte der SC Münster 08 bei den Hallenkreismeisterschaften der Frauen überraschend bis zum Ende mit – auch zum Leidwesen von Favorit Wacker Mecklenbeck. Einen Riesen-Erfolg feierte auch GW Amelsbüren.

Sensationell Dritter: der SC Münster 08. Hier jubeln (von links) Kapitänin Vila Bruns, Lina Bönte, Helene Löcken, Finnja Niehues, Leonie Aliev, Lotte Rüffer, Lara Driewer und Carolina Lange Foto: Ralf Aumüller

Mit Bauchschmerzen hatte Jan Hardelauf die Halle der Bundeswehr-Sportschule in Warendorf am Sonntagmorgen betreten, rund sechs Stunden später war das Magengrummeln einer Fassungslosigkeit gewichen. Denn: Der A-Kreisligist SC Münster 08 um Coach Hardelauf hatte bei der Frauen-Hallenkreismeisterschaft den Titelverteidiger aus dem Rennen geworfen und sich dann sensationell Platz drei gesichert.

Dabei hatte der Finaltag durchwachsen begonnen: Torhüterin Ronja Beuckmann meldete sich mit Fieber ab, also streifte Marit Kannenberg die Handschuhe über. Die stand zwar früher für Auswahlteams im Tor, spielte in der laufenden Saison aber ausschließlich im Feld. Und dann war Nullacht nach der Endrunde schon ausgeschieden – dachten zumindest Hardelauf und seine Mitstreiterinnen. „Wir haben uns offenbar verrechnet“, sagt er lachend.

Nullacht-Coach jubelt im Duell der Arbeitskollegen

Statt der Heimfahrt gab’s das Duell mit dem Westfalenligisten Wacker Mecklenbeck, zudem der Vergleich von Hardelauf und Felix Melchers – zweier Arbeitskollegen. „Wir hatten die Befürchtung, dass es deutlich werden könnte“, meint Hardelauf. „Aber irgendwann lief Wacker die Zeit davon, und es blieb beim 0:0.“

Im Neunmeterschießen trafen alle bis auf Paula Weber, die drüber schoss. Melchers meint: „Das war ein ganz ekeliger Moment. Es tut mir total leid für Paula, die eine super Saison spielt.“Mecklenbecks Trainer sah sein Team im ersten K.o.-Spiel den Faden verlieren. Bei der Stadtmeisterschaft am Wochenende will Wacker „ein ganz anderes Gesicht“ zeigen.

Nullachts junge Truppe – die Älteste war gerade einmal 21 – scheiterte trotz Führung im Halbfinale am Westfalenligisten BSV Ostbevern (1:2), spielte sich aber im Spiel um Platz drei in einen Rausch und schoss Landesligist Borussia Münster mit 4:0 ab. „Als wir mit der Medaille nach Hause gefahren sind, konnten wir das alle nicht glauben“, erzählt Hardelauf.

Ostbevern wird zu Amelsbürens Angstgegner

Noch näher dran am Triumph war GW Amelsbüren. Der Landesligist verlor das Endspiel gegen Ostbevern (0:3). „Wir waren erst mal enttäuscht, aber nachdem wir das Ganze etwas haben sacken lassen, ist es ein Riesen-Erfolg“, sagte Coach Frank Schlichter. „Vor allem im Viertel- und Halbfinale haben wir richtig tollen Fußball gespielt, das hat richtig Spaß gemacht.“ Amelsbüren besiegte erst den SV Mauritz (1:0) und dann Borussia Münster (4:1).

Wie schon beim Bever-Cup verloren die Grün-Weißen im Finale gegen Ostbevern. „Wir haben unsere starken Leistung aus den Spielen zuvor im Endspiel nicht aufs Parkett bekommen“, meint Schlichter. Die gute Nachricht für Amelsbüren: Bei den Stadtmeisterschaften am kommenden Wochenende ist Ostbevern sicher nicht dabei.

Hier geht's zu allen Ergebnissen der Endrunde und der Finalspiele.

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