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Speckbrett: Stadtmeisterschaften

Hartmann beendet Thiemanns Siegesserie in zwei Sätzen

Münster

Jahrelang diktierte Michael Thiemann die Speckbrett-Stadtmeisterschaften in der Sonderklasse nach Belieben. In Lars Hartmann fand er nun einen nicht nur ebenbürtigen, sondern in diesem Jahr auch besseren Konkurrenten. Aber der war bei Weitem nicht der einzige Titelträger am Samstag.

Wachablösung auf westfälisch: Michael Thiemann (l.) gratuliert Lars Hartmann. Foto: Ansgar Griebel

Die Ehrentafel der Speckbrett-Stadtmeister ist um einen Namen reicher. Lars Hartmann beendete die Dominanz von Michael Thiemann, der sieben der letzten acht Titel in der Sonderklasse gewonnen hatte. Doch diese Serie hat der Nachfolger nun brachial durchbrochen, der 34-Jährige ließ dem Titelverteidiger beim 21:16, 21:7 keine Chance. Damit krönte Hartmann sein starkes Turnier, in dem er im Schnitt pro Satz nur 10,7 Punkte abgab. „Einen so dominanten Sieger hat es noch nie gegeben. Das war schon unglaublich“, sagte Timo Höppner, der sich als Mitorganisator über „gelungene, sehr gut verlaufene Stadtmeisterschaften“ mit über 200 Meldungen freute.

Früh hatte sich der die Bälle clever verteilende und fast fehlerlos agierende Hartmann einen kleinen Vorsprung (9:6) erarbeitet. Doch als Thiemann nach dem vielleicht besten Ballwechsel des Turniers mit einem Lob auf 10:12 verkürzte, schien das Momentum zu wechseln. Der Schein aber trog: Hartmann antwortete mit einem Rückhand-Winner, ließ zum 16:12 eine Cross-Vorhand folgen und machte mit dem zweiten Satzball Durchgang eins zu. Und an seiner Überlegenheit änderte sich nichts, im Gegenteil: Spätestens beim 13:6 war die Entscheidung gefallen und Thiemann geschlagen. „Ich hatte einfach kein Vertrauen in meine Vorhand und hatte so dann keine Chance“, sagte der diesmal chancenlose Rekordsieger (zehn Erfolge).

Thiemann siegt mit Höppner

Ohne einen Titel aber verlässt Thiemann fast nie die Stadtmeisterschaften – so auch nicht 2022. Mit Höpp­ner gewann er die Doppel-Sonderklasse, setzte sich gegen die Überraschungsfinalisten Marius Bruun/Daniel Gödde mit 21:19, 21:12 durch. Für das Duo war es nach 2016 der zweite gemeinsame Triumph.

Dieser blieb Höppner mit seiner Frau Stephanie im Mixed verwehrt, sie verloren gegen Lea Reutter/Fynn Sobetzki 14:21, 25:27. Doch auch Stephanie Höppner ging nicht leer aus, mit Jule Gey siegte sie im Damen-Doppel gegen Franziska Schulze Köhling/Karla Sundrup 21:16, 13:21, 21:19. Sundrup dafür triumphierte in einem bis zum letzten Ballwechsel spannenden Einzel-Finale mit 14:21, 21:17, 21:19 gegen Reutter.

In der Offenen Klasse, die erst am Samstag ihre Finalisten gefunden hatte, gewann Stephan Wahle 21:17, 21:17 gegen Felix Knülle, das Doppel war eine Sache für Daniel und David Roesmann, die Julius Kirchner/Sobetzki 21:11, 21:14 bezwangen.

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