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Fußball: B-Junioren-Bundesliga

Preußen kassieren herben Dämpfer im letzten Heimspiel gegen Paderborn

Münster

Einen herben Dämpfer hat die U17 des SC Preußen Münster erlebt. Gegen den SC Paderborn haben die Adlerträger die zweite Heimspiel-Niederlage der Saison einstecken müssen.

Von Thomas Austermann

Mit Gelb-Rot vorzeitig vom Platz musste Preußens Suat Fajic (links), der hier am Paderborner Kapitän Paul Kohlstädt hängen bleibt. Foto: Thomas Austermann

Ausgerechnet im letzten Bundesliga-Heimspiel gerieten die B-Junioren des SC Preußen Münster auf die schiefe Bahn und kassierten in einem merkwürdigen Abtausch mit vielen Nebengeräuschen und Fehlentwicklungen eine 1:5 (0:2)-Klatsche gegen den SC Paderborn. Die Ostwestfalen revanchierten sich auf dem Kunstrasen am Stadion für das jüngst in Münster erlittene Aus im Westfalenpokal.

Nur der BVB gewann zuvor bei den stark durch die Serie preschenden Preußen, die auch nur einmal – im Oktober in Düsseldorf – so derbe verloren. Dieses nun ungewöhnliche Spiel zu coachen fiel Sören Weinfurtner zu. Der Sportliche Leiter der SCP-Junioren vertrat den erkrankten Moritz Glasbrenner und hatte mehr zu tun, als ihm lieb war. Auch in von ihm sachlich geführten Diskussionen mit dem Spielleitergespann, das nicht nur kommunikativ zu wünschen übrig ließ.

Die Ostwestfalen packten das Duell ganz anders an als die zaudernden Preußen, die zwar durch Benjamin Evers und Arian Papenfort gute Chancen hatten, aber insgesamt meistens hinterherliefen und kaum Bindung zueinander fanden. Auch in etlichen Zweikämpfen waren sie nicht entschlossen genug. Einen langen Ball gegen die SCP-Kette klärte U-16-Akteur Mikail Cun nicht, sondern überwand seinen Torwart Jan Schuepphaus unglücklich zum 0:1 (30.). In Unterzahl, weil der draußen behandelte Kende Katko noch nicht wieder auf den Platz durfte, fiel das 0:2 (38.) durch Paul Kohlstädts Abstauber. Der Paderborner Kapitän war der unermüdliche Antreiber und schlug gute Pässe.

„In der Halbzeit haben wir alles vermissen lassen“, sagte Weinfurtner, der die Elf aber wachrüttelte. Verletzungsbedingte Umstellungen auf den Außenverteidigerpositionen sollten die Aufholjagd der deutlich präsenteren Preußen bald stören, aber nach Vorarbeit von Felix Boldin und Evers verkürzte „Bene“ Fallbrock (63.) noch. Nach Foulspiel und kurzem Handgemenge im Rudel sah Offensivspieler Suat Fajic Gelb-Rot (67.). „Eine von vielen Geschichten, die heute leider den Rhythmus stark beeinflussten“, sagte Weinfurtner. Paderborn hatte weiter Bock aufs Gewinnen – drei eingewechselte Spieler trafen nach gradlinig durchgezogenen Kontern gegen wenig Widerstand (74. und Nachspielzeit), womit das Resultat in die für Münster völlig untypische Höhe geschraubt wurde.

SCP: Schuepphaus – Katko (41. Boldin), Hoti, Cun (77. Sahin), Atik (49. Reich) – Häusler, Rosing – Papenfort, Fajic, Evers – Fallbrock

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