1. www.muensterschezeitung.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Muenster
  6. >
  7. Hiltrup fehlt bei 2:3 gegen Haltern der Pfiff

  8. >

Fußball: Westfalenliga

Hiltrup fehlt bei 2:3 gegen Haltern der Pfiff

Münster

Der TuS Hiltrup verlor in der Westfalenliga zu Hause mit 2:3 gegen den TuS Haltern. TuS-Coach Marcel Stöppel ärgerte sich derweil über einen nicht gegebenen Strafstoß.

Von Michael Schulte

Mit einer akrobatischen Flugeinlage stoppt Halterns Florian Trachternach diesen Durchmarsch von TuS-Spieler Stan Schubert. Foto: Peter Leßmann

Nach einer knappen halben Stunde war Marcel Stöppel, Trainer des TuS Hiltrup, auf 180. „Alle haben es gesehen, jeder hat es gehört, aber es wird nicht gepfiffen. Unfassbar.“ Vehement hatte er einen Foulelfmeter gefordert, als Yakup Kilinc im Strafraum des TuS Haltern schmerzhaft von den Beinen geholt wurde. Aber es half alles nichts, die Unparteiische Anna-Lena Weiss hatte spontan „weiterspielen“ angezeigt und sich weder von Kilinc‘ Schmerzensschrei noch von den Unmutsbekundungen von außen beeinflussen lassen. „Da haben wir Glück gehabt“, kam es auch von der Halterner Altherrenriege am Spielfeldrand. Diese staunte nicht schlecht, dass ihr TuS mal wieder etwas bot, „das wie Fußball aussieht“. Und sie war schier aus dem Häuschen, als der Gast mit einem 3:2 (1:1)-Erfolg die Heimreise an den See antreten durfte.

Für Hiltrup ging es gut los, als der stark aufspielende Nils Johannknecht schon nach 16 Minuten die Führung erzielte. Selbst erarbeitet und aus spitzem Winkel sehenswert abgeschlossen. Ein Treffer, der den Hiltrupern Rückenwind verlieh. Und wer weiß, wie das alles geendet hätte, wäre bei der Attacke gegen Kilinc die Pfeife der Unparteiischen nicht stumm geblieben. So aber waren es plötzlich die Gäste, die ihrerseits ihr Heil in der Flucht nach vorne suchten. Und sie fanden es nach 41 Minuten, als der eingewechselte Niyazi Baysan den Ausgleich markierte. Halterns Oldies: „Baysan muss immer dabei san:“ Hahaha!

Pannucci verkürzte auf 2:3

Zur Pause hätten sie den Punktgewinn gerne genommen, aber nach 68 Minuten wollten sie mehr. Denn da hatte Haltern durch Janik Tönnes (55.) und Peter Elbers (68.) auf 3:1 gestellt und schien einem unerwarteten Auswärtssieg entgegenzusteuern. „Aber Vorsicht, wir haben schon viele Spiele in der Schlussphase noch abgegeben.“ Kaum ausgesprochen, da hatte Hiltrup durch Francesco Pannucci auf 2:3 verkürzt. „Das darf doch alles nicht wahr sein“, stöhnte man auf Halterner Seite. „Erna, pfeif ab. Wir essen zeitig“, wurde dann noch wenig charmant in Richtung der Unparteiischen nachgelegt. Als Johannknecht dann noch die Querlatte traf und Haltern einen verheißungsvollen Konter „verdaddelte“, war das nichts für das Nervenkostüm der älteren Semester. Sie sehnten den Schlusspfiff herbei und wurden nach fünf Minuten Nachspielzeit schließlich erlöst. Sofort konnten sie wieder feixen: „Jetzt rollen wir die Westfalenliga von hinten auf, der Trainerwechsel auf Lukas Große-Puppendahl hat sich bereits nach drei Tagen bezahlt gemacht.“ Und die Hiltruper? Die hatten bei der dritten Pleite am Stück zwar mit 7:3 bei den Gelben Karten die Nase vorn, waren aber nach fünf unglücklich verteilten Toren ziemlich verschnupft, gefrustet und sprachlos, auch der Trainer.

TuS: Böcker – Krieger, Kilinc, Sammerl, Finkelmann (72. Schwick) – Gockel, Kisker – Mladenovic, Cömcü (75. Pannucci), Johannknecht – Schubert (46. de Angelis)

Startseite
ANZEIGE