1. www.muensterschezeitung.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Muenster
  6. >
  7. TuS Hiltrup gewinnt Derby gegen Westfalia Kinderhaus

  8. >

Fußball: Westfalenliga

TuS Hiltrup gewinnt Derby gegen Westfalia Kinderhaus

Münster

Viel Kampf und nicht wenig Kramp bot das Westfalenliga-Derby zwischen Westfalia Kinderhaus und dem TuS Hiltrup am Sonntag. Aber auch zwei verschossene Elfmeter, eine rote Karte und einen 2:0-Erfolg für Hiltrup.

Von Michael Schulte

In einem der vielen Zweikämpfe bringt Felix Ritter den Hiltruper Torschützen Enes Güney. Foto: Peter Leßmann

Wenn sich ein Zuschauer am Sonntagnachmittag mehr für das Sonnenbad auf der Gegengeraden oder das Geschehen am Getränkestand interessiert hat, dann hat er zumindest in den ersten 45 Minuten des Westfalenliga-Derbys zwischen dem TuS Hiltrup und Westfalia Kinderhaus alles richtig gemacht. Denn auf dem grünen Rasen hat er nichts verpasst.

Einzig vier Gelbe Karten (zwei auf jeder Seite) brachten Farbe ins Spiel, der Rest war viel Kampf und nicht wenig Krampf. Nach dem Wechsel wurde das Niveau zwar nicht viel besser, aber es kam Leben in die Bude. Ausgelöst durch zwei Tore, einen verschossenen Foulelfmeter und eine Ampelkarte. Endstand: 2:0 für Hiltrup.

Knackpunkt. Wassey verschießt vom Punkt

„Wir sind die erste halbe Stunde überhaupt nicht ins Spiel gekommen, haben hinten aber auch nichts zugelassen. Als wir dann die Partie besser im Griff hatten, standen wir kurz vor der Führung. Aber leider hat Massih den Elfmeter verschossen. Für mich der Knackpunkt des Spiels“, bilanzierte ein enttäuschter Holger Möllers aus Kinderhauser Sicht. „Die Partie hätte einen anderen Verlauf genommen, wenn der Elfer verwandelt worden wäre“, sah auch Hiltrups Übungsleiter Christian Hebbeler im Lattenstrafstoß von Massih Wassey kurz nach der Pause einen entscheidenden Moment. „Wir freuen uns jetzt über drei wichtige Punkte, die uns im Kampf um den Klassenerhalt weiterhelfen. Aber da müssen schon noch sieben bis neun weitere folgen, da bin ich mir sicher.“

Beide gefährdeten Teams standen vor der Aufgabe, diese Partie unbedingt gewinnen zu müssen. Also lag das Hauptaugenmerk auf einer stabilen Defensive, was ein furioses Fußballspiel von vornherein ausschloss. Hiltrups Abwehr hatte am Sonntag aber den Vorteil, dass sie 90 Minuten stabil blieb, während sich auf Kinderhauser Seite so manche Unzulänglichkeit einschlich. Dem 1:0 durch Enes Güney ging ein missglückter Abwehrversuch von Nick Rensing voraus. Über zwei Stationen kam das Leder zum Hiltruper Mittelfeldspieler, der aus 14 Metern traf.

Lambert sieht noch rot

Und als Rensing fünf Minuten vor dem Abpfiff in der Vorwärtsbewegung das Leder verlor, letztlich auf Kosten einer Ecke noch retten konnte, war es endgültig geschehen. Der Ball flog gegen den Pfosten und dann zu Nils Kisker, der aus spitzem Winkel einschießen konnte. Die Kinderhauser hatten zu diesem Zeitpunkt auch den letzten Funken Hoffnung auf ein Erfolgserlebnis aufgegeben. Mit der Ampelkarte (89.) gegen Martin Lambert ging dann ein Derby zu Ende, das die Gäste ganz schnell vergessen sollten. Für den TuS Hiltrup hingegen ist der Klassenerhalt ein ganzes Stück näher gerückt. Nächste Woche in Tengern soll es den nächsten Dreier geben.

TuS: Böcker – Krieger, Stegt, Kisker, Finkelmann – Güney (88. Syska), Kilinc, Cömcu (85. Gaube), Schulte – Mladenovic (90. Prieto), Johannknecht.

Westfalia: Siegemeyer – Venikh (68. F. Witt), Rensing, Lambert, Graberg – Ritter (75. Hake), Schöneberg (83. Touray), Wassey, Wietzorek – Haverland (61. J. Witt), Kehl

Startseite
ANZEIGE