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Fußball: Westfalenliga

Hiltrup holt in Gievenbeck ein 1:1 – Gastgeber schauen auf Hordel

Münster

Alle Blick richteten sich schon auf den Donnerstag. Daher schonte der 1. FC Gievenbeck ein paar Spieler im Derby gegen den TuS Hiltrup, der erstmals in dieser Saison etwas Zählbares in diesem Derby holte – nämlich ein 1:1. Nun gilt die FCG-Konzentration dem Aufstiegsspiel gegen den TuS Hordel am Donnerstag.

Von Thomas Austermann

FCG-Keeper Lucas Exner durfte diesmal ran und parierte – hier unterstützt von Rückkehrer Manuel Beyer (l.). – diese Chance von Frederik Schulte, der nächste Saison in Gievenbeck spielt. Foto: Wilfried Hiegemann

Kaum unter dem Derby-Aspekt stand für den 1. FC Gievenbeck der Liga-Schlussdurchgang gegen den TuS Hiltrup – vier Tage vor dem Aufstiegsduell gegen den TuS Hordel waren kluge Vorsicht und personelle Rücksichtnahme angesagt. Das 1:1 (0:0) passte am Ende beiden. Freundschaftlich gingen alle in dem betont fairen Spiel miteinander um.

Im dritten Saisonvergleich (inklusive Kreispokalfinale) blieb dem TuS erstmals etwas Zählbares gegen den FCG, der möglichen Spähern aus Bochum gegenüber nicht alle Karten aufdeckte und andersherum hofft, durch seinen nach Bochum geschickten Experten fundierte Erkenntnisse gewonnen zu haben.

Abschied für Bischoff und Gerbig

Am Feiertagvormittag drehten etliche Spieler, manche leicht angeschlagen und andere mit vier Verwanungen belastet, ihre Trainingsrunden. Keeper Nico Eschhaus, Nils Heubrock, Guglielmo Maddente, Jannik Balz und Tom Gerbig nahmen auf der Tribüne Platz. Weil Johann Scherr verletzt bereits in der Sommerpause weilt, war es nur gut, dass der beruflich stark eingespannte Manuel Beyer parat stand als einer von zwei Innenverteidigern und neben Jan-David Volmering bestens aufpasste.

Schuftender de Angelis

Der TuS kaschierte lange Zeit den Kräfteverschleiß der andauernd Geforderten, schickte den fortwährend schuftenden Luca de Angelis in den Sturm und durfte sich erneut auf Romain Böcker verlassen. Wie im Kreispokalfinale fischte er einen Elfmeterschuss von Christian Keil aus dem Eck (12.). Lars Finkelmann hatte Michael Fromme, der volle 90 Minuten spielte, gelegt. Auch hier lag Spielleiter Martin Pier richtig in seinem altersbedingt allerletzten Einsatz. Keil zwang Böcker auch per Freistoß zur Parade, ehe der künftige FCG-Spieler Frederik Schulte nach Zuspiel von Nico Syska an Lucas Exner scheiterte (25.).

Es gab Räume hier und da, die man in der Häufigkeit sonst eher nicht sieht. Der TuS ließ spüren, den Platz nutzen zu wollen und agierte vor der Pause gradliniger. Trotzdem musste Böcker wieder bestens reagieren, als Louis Martin nach Keils Zuspiel frei vor ihm auftauchte (41.). Vor 250 Zuschauern besorgte der Ex-Gievenbecker de Angelis mit seinem elften Saisontor auf Anspiel von Syska die TuS-Führung (55.). Trainer Florian Reckels nahm früh Wechsel vor und veränderte das FCG-Konstrukt nachhaltig. Es kam durchaus neuer Schwung rein, aber bisweilen mangelte es an der Abstimmung im Offensivbereich. Dem TuS blieben nurmehr Konterszenen, von denen Beyer die meisten zunichte machte.

Christian Hebbeler

„Wir haben nach der Pause gezeigt, dass wir gewinnen wollen“, sagte Reckels, der aber lange warten musste bis zum Ausgleich. Justus Kurk, der groß gewachsene Mann vor der Abwehr, schob sich vor und traf (86.), blitzsauber angespielt von Henning Dirks. Und der eingewechselte Felix Ballmann, Jahrgang 2003, hätte sogar in zwei Abschlussszenen noch treffen können. „Für unsere personelle Lage war das völlig okay – es gab ja keinen Druck mehr“, sagte TuS-Trainer Christian Hebbeler nach seinem Ausstand.

FCG: Exner – Paenda (62. Brüwer), Beyer, Volmering (62. Mende), Beil – Martin, Geisler (62. Ballmann), Kurk, Dirks – Fromme, Keil (55. Niehoff)

TuS: Böcker – Stegt, Sammerl, Finkelmann – Henrotte (83. Kilinc), Kisker, Gaube, Schulte – Syska, Mladenovic (76. D‘Alessandro) – de Angelis

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