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Fußball: Kreispokal

Hiltrup schlägt Kinderhaus und steht im Finale

Münster

Viel Spannung, wenig Tore gab es am Donnerstagabend in Hiltrup. Mit 1:0 besiegte der heimische TuS im Pokal-Halbfinale Westfalia Kinderhaus und zog ins Endspiel ein. Kinderhaus stemmte sich gegen die Derbyniederlage - am Ende umsonst.

Von Michael Schulte

Lieferten sich einen harten Kampf: Westfalias Kevin Schöneberg (l.) und Hiltrups Akil Cömcü (r.). Am Ende hatte der TuS die Nase vorn und zog nach dem 1:0-Sieg ins Pokalfinale ein. Foto: Jürgen Peperhowe

„Einfach keine Torgefahr.“ – „Und ohne Tor kannst du nun mal nicht gewinnen.“ Der Dialog der beiden älteren Herrschaften wurde durch intensives Kopfschütteln beiderseits bekräftigt. Ja, die Herren aus Kinderhaus waren schon ziemlich enttäuscht, hatten ihre Fußballer doch soeben das Halbfinale im Kreispokal beim TuS Hiltrup mit 0:1 verloren. „Die Hiltruper waren nicht besser.“ – „Ne, aber sie haben einmal getroffen.“ Ja, so einfach kann Fußball sein.

Ein Superpass über geschätzte 40 Meter von Akil Cömcu erreichte Nils Johannknecht, der das Leder in vollem Lauf an- und mitnahm, um es dann souverän im Kinderhauser Kasten unterzubringen. Ein Tor der Marke „sehenswert“ und gleichzeitig die Entscheidung nach 52 Minuten im Duell der beiden Westfalenligisten. Die Kinderhauser schlichen gefrustet vom Platz, die Hiltruper freuen sich aufs Endspiel um den Kreispokal. Dort treffen sie auf den Sieger des zweiten Halbfinales, das am 21. April (19 Uhr) zwischen dem VfL Senden und dem 1. FC Gievenbeck steigt.

Viel Respekt, wenige Chancen

Beide Teams waren in ihrer besten Besetzung angetreten, beide Teams wollten dieses Spiel unbedingt gewinnen, beide Teams hatten richtig Bock auf den Einzug ins Kreispokalfinale. Und beide Teams hatten gehörigen Respekt voreinander. Das führte dazu, dass man jeweils aus einer ganz sicheren Abwehr mit viel Geduld das Angriffspiel aufzog und vorne ziemlich wenig anrichtete. Im Mittelfeld wurde eher quer als steil gespielt, das Überraschungsmoment blieb außen vor. Das Resultat: Flaute vor den Toren – und das bei dem Wind (und Regen). In der ersten Halbzeit durften zwei Torchancen notiert werden, die Johannknecht für Hiltrup und Massih Wassey für Kinderhaus ausließen. Ansonsten neutralisierte man sich gegenseitig.

Im zweiten Abschnitt nahm die Partie nach der Hiltruper Führung einen ganz anderen Verlauf. Nun verlegte sich der TuS fast nur noch auf die Defensive, während der Gast aus Kinderhaus mit Mann und Maus auf den Ausgleich drängte. Hiltrups Trainer Christian Hebbeler wusste, dass er sich auf seine Abwehr verlassen kann, auch wenn er in der Schlussphase so manches Mal zur Ordnung rufen musste. „Konzentriert euch auf euer Spiel“, sein Appell, als es hinten drunter und drüber ging. Westfalia-Trainer Holger Möllers brachte nach und nach die komplette Offensive auf den Platz, aber etwas Zählbares wollte dennoch nicht herausspringen. Dabei ist der Westfalia kein Vorwurf zu machen, was die Einstellung betrifft. Man kämpfte, man drängte, man gab alles – aber man erreichte einfach nichts. Wie sagten schon die älteren Herrschaften auf ihrem Heimweg: „Einfach keine Torgefahr.“

TuS: Böcker – Krieger, Stegt, Kisker, Finkelmann (69. Kilinc) – Güney (75. Syska/86. Prieto), Gockel, Cömcu (86. Gaube), Schulte – Mladenovic, Johannknecht.

Westfalia: Siegemeyer – Wietzorek (79. Touray), Rensing, Niehues, Schürmann (85. Guimaraes) – Ritter, Schöneberg, Wassey, F. Witt (70. Avic) – J. Witt, Haverland (46. Kehl).

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