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Triathlon: Tri Finish hadert mit überraschenden Regeländerungen

Hofmann sorgt für Lichtblick in Grimma

Münster

Der Spitzenmann an der Spitze, das Team fast am Ende des Tableaus: Licht und Schatten für das Quartett von Tri Finish Münster beim zweiten Start zur zweiten Triathlon-Bundesliga in Grimma. Teamsprecher Martin Epkenhans war aber mit der Leistung seiner Schützlinge zufrieden, die Vorstellung der Deutschen Triathlon-Union schnitt weniger gut ab.

Jonas Hoffmann darf sich ohne Grimm an Grimma erinnern: Der Tri-Finish-Athlet siegte in Sachsen Foto: Imago

Jonas Hoffmann hat seinem Teamchef ein wenig den Wind aus den Segeln genommen. Martin Epkenhans, Teamsprecher von Tri Finish Münster, hatte nachvollziehbare Gründe, mit dem zweiten Zweitligastart der laufenden Saison im sächsischen Grimma zu hadern – blieb dann aber nicht zuletzt wegen des überragenden Auftritts von Jonas Hoffmann doch sehr moderat in der Kritik.

Hoffmann findet schnell Anschluss

Hoffmann sorgte mit seinem Sieg an, aber nicht in der Mulde, die wegen des Hochwassers nicht als Schwimmstrecke in Frage kam, für den unumstrittenen Lichtblick des Wettkampfs, der von ebenso kurzfristigen wie schlecht kommunizierten Regeländerungen überschattet war. Weil der vom Triathlon zum Duathlon umfirmierte Wettbewerb auf der 5,5-km-langen Laufstrecke gestartet werden musste, entschied sich die Deutsche Triathlon-Union zu einem so genannten „Jagdstart“, bei der die Teams nach ihrer Gesamtplatzierung mit Abstand an den Start gehen. Für das Tri-Finish-Quartett als Vorletzter des Tableaus also mit reichlich Aufholbedarf, den nur der laufstarke Hoffmann bis zum Wechsel aufs Rad aufholen konnte. Während der erstligaerprobte Triathlet also die zweite Radgruppe an die Spitze führte, mussten sich Jan Neuhaus, Anders Toft Nielsen und Magnus Trier Hansen in hinteren Gruppen abstrampeln.

Regeländerung sorgt für Verwirrung

Hoffmann ging schließlich in der Spitzengruppe auf die anschließende kurze Laufstrecke (2,5 km) und lief vergleichsweise stressfrei mit Blick auf seine Zeitgutschrift durch den Startverzug nicht als Erster, aber mit in der bereinigten Rechnung 17 Sekunden Vorsprung als Sieger ins Ziel. Toft hatte sich als 38. noch weit nach vorne gearbeitet. Für Neuhaus (75.) und Trier Hansen (69.) blieben Plätze im hinteren Bereich – und die zweite überraschende Regeländerung: „Plötzlich wurden nicht wie üblich die Platzierungen addiert, sondern die Gesamtwertung über die Summer der Einzelzeiten errechnet“, so Epkenhans. „Wissen wir das vorher, dann kann man am Ende sicher noch einige Sekunden gut machen.“ So beendete Tri Finish den Trip in den Osten mit dem Sieg in der Einzel- und dem vorletzten Rang in der Teamwertung.

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