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Boxen: NRW-Meisterschaft in Münster

Im Boxzentrum am Schifffahrter Damm fliegen die Fäuste

Münster

Das Boxzentrum ist am Wochenende Schauplatz der Finals auf NRW-Ebene. Nachdem das Turnier in Overberge (Bergkamen) jüngst abgebrochen wurde, hob Münster den Finger. BZ-Aktive sind in fast allen Gewichtsklassen dabei.

Von André Fischer

Das Boxzentrum steht mal wieder im Fokus – so wie hier beim Ländervergleich zwischen Deutschland und Australien im Oktober 2015. Damals noch mit Zuschauern. Foto: Peter Leßmann

Tatort Overberge. Ein Freitagabend im September. Bei den NRW-Meisterschaften erheben ambitionierte Boxer ihre Fäuste – so weit, so gut. Das, was sich derweil am Rande abspielt, ist weniger erfreulich. Das Gros an Besuchern hält sich nicht an die Corona-Schutzverordnung, trägt keinen Mundschutz. „Wir mussten immer wieder ermahnen – Gäste und Funktionäre“, sagt Tobias Fuchs, Geschäftsführer des ausrichtenden VfK Rünthe. Weil ganz nebenbei aber auch der Veranstalter mit dem Boxsportverband Westfalen verbal kollidiert, für den Folgetag angeblich keine ärztliche Betreuung sicherstellen kann, wird das Turnier kurzerhand abgebrochen. Das reine Chaos. Das Ende vom Lied: Die Halbfinals und Finals werden verlegt. Nach Münster. Das Boxsportzentrum hebt als Landesstützpunkt die Fäuste – und erhält den Zuschlag. Am Samstag (17 Uhr) und Sonntag (12 Uhr) geht es am Schifffahrter Damm ans Eingemachte. Und um begehrte Tickets zu den Deutschen Meisterschaften. Ohne Publikum

„Wir sind gerne eingesprungen“, freut sich Trainer Farid Vatanparast. „Und haben nur unsere Pflicht erfüllt.“ In Zeiten der Pandemie, die auch die Box-Gilde mit einer Rechten trifft, ist das Event ein Lichtblick an Münsters Horizont.

In nahezu fast allen Gewichtsklassen steht die heimische Elite im Ring. Den Blick auf eine mögliche DM-Teilnahme richten gleich etliche Kandidaten aus dem Boxzentrum. In den Semi­finals hat es Birdogus Cihangir (bis 60 Kilogramm) mit Hikmet Kar (TSV Bayer 04 Leverkusen) zu tun. Zalgai Laghmani (bis 63,5 Kilogramm) trifft auf Morad Möllenbeck (Boxclub Mülheim-Dümpten). In der Klasse bis 71 Kilogramm kommt es zu einem internen Duell zwischen Marcel Lapke und David Korangbehesthi, außerdem misst sich Hidayet Ünal mit Antonyo Stefan (Schwarz-Weiß Westende Hamborn). Schließlich ist Samuel Gasoyan (bis 92 Kilogramm) bei den schweren Jungs vertreten. Sein Kontrahent: Blerim Tahiri (Boxteam Duisburg).

Tags drauf geht es mit den Finalkämpfen weiter. Auch dort sind BZ-Boxer bereits gesetzt. Oliver Ginkel (bis 80 Kilogramm) muss gegen Serhat Parlak (Schwarz-Weiß Westende Hamborn) ran, Bastian Jevsek (bis 86 Kilogramm) gegen Sinan Acar (Bonner SC). Patrick Walfort (bis 92 Kilogramm) trifft auf der Sieger aus dem Duell mit Vereinskollege Gasoyan und Tahiri.

In der B-Klasse bei den Frauen stehen Suada Ibraominski (bis 50 Kilogramm) gegen Layla Abdelsahm (Boxring Hilden) und Helena von Plettenberg (bis 70 Kilogramm) gegen Tatjana Schroer (TSV Bayer 04 Leverkusen) in den entscheidenden Kämpfen. „Ein strammes Programm, mit vielen Entscheidungen. Wir freuen uns auf spannende Fights“, so Vatanparast.

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