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Fußball: Westfalenliga

In acht Minuten ausgeknockt - Gievenbeck rutscht ab

Münster

Nach 14 Partien ohne Niederlage erwischte es den 1. FC Gievenbeck am Sonntag mal wieder. Das Aufstiegsrennen in der Westfalenliga dürfte nun ohne das Team von Florian Reckels weitergehen.

Von André Fischer

Gievenbecks Maximilian Brüwer (r.) erwischt den Ball in dieser Szene knapp vor seinem Delbrücker Gegenspieler Mattis Klomfass – doch dann wird der Zweikampf zur harten Knochenarbeit. Foto: Wilfried Hiegemann

Es stand Spitzenspiel drauf, es war kein Spitzenspiel drin. Zu einseitig waren die 90 Minuten im Stadion Laumeskamp am Sonntag bei sommerlichen Temperaturen. Gut 80 Minuten lang hatte der Gast aus Gievenbeck alles im Griff – die zwei Wirkungstreffer erzielte indes Spitzenreiter Delbrücker SC, der in der überschaubaren Schwächephase der Schützlinge von Florian Reckels eiskalt zuschlug.

Christian Keils Strafstoßtreffer nach 70 Minuten blieb das einzige Erfolgserlebnis an diesem Tag. Schon das Hinspiel hatte Gievenbeck unglücklich mit 2:3 verloren. Die seinerzeit konterstarken Ostwestfalen setzten in der 89. Minute das Siegtor im November 2021.

Gievenbecks starke Serie endet

14 Spiele ungeschlagen – jahresübergreifend. Diese Serie war beeindruckend. Mit acht Siegen und drei Punkteteilungen allein 2022 hievte sich der 1. FC Gievenbeck endgültig in die Riege der ganz heißen Aufstiegsanwärter gen Oberliga. Am 24. April endete nun diese Serie.

„Das ist sehr ärgerlich, weil wir das Spiel nicht verlieren dürfen“, so Reckels im Rückspiegel. Seine Jungs rutschten auf Rang drei ab, haben jetzt fünf Punkte Rückstand auf den Sport-Club. Auf Platz zwei hat sich Preußen Espelkamp vorgeschoben, punktgleich mit dem FCG, aber mit einem Spiel mehr auf dem Tableau.

Delbrück entschärft spät einen Keil-Freistoß

In Delbrück spielte nur ein Team Fußball, und das waren die Gäste. Janes Niehoff aus elf Metern (15.) und Daniel Geisler mit einem Weitschuss (30.) vergaben aussichtsreich. Das waren nur zwei Chancen der offensivstarken Gievenbecker, die alles im Griff hatten. Allein nach der Pause waren es nur wenige Minuten, in denen Manuel Beyer und Co. zu schludrig agierten – mit Folgen.

Kevin Holz (55.) und Lennard Rolf (63.) waren zur Stelle und besorgten die überraschende Führung für die Platzherren. Alles auf den Kopf gestellt? Ja, auch wenn Keil nach einem Foul an Niehoff vom Punkt aus sicher verwandelte und die Gievenbecker Hoffnungen zumindest auf einen Teilerfolg am Leben hielt. Guglielmo Maddente, der eingewechselte Anton Mand und Niehoff hatten den Ausgleich auf dem Puschen. Auch Keils Freistoß wurde in der Schlussphase noch von der Linie gekratzt. Ein gebrauchter Tag für die Reckels-Elf.

1. FC Gievenbeck: Eschhaus – Paenda (68. Dirks), Beyer, Volmering, Scherr – Geisler (75. Mand), Heubrock (89. Kurk) – Maddente, Niehoff, Balz (54. Brüwer) – Keil

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