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Fußball: Möllers akzeptiert Niederlage, Schulze-Marmeling lobt Charakter

„Jeder Einzelne wird zulegen“

Münster

Ohne Punkte blieben Westfalenligist Westfalia Kinderhaus und Oberligist Preußen Münster II am ersten Spieltag. Die Enttäuschung der jeweiligen Trainer hielt sich in Grenzen. SCP-Coach Kieran Schulze-Marmeling fand sogar lobende Worte für sein Team, dass eine Stunde lang in doppelter Unterzahl unterwegs war.

Von Wilfried Sprenger

Erwartet weitere Leistungssteigerungen seiner Mannschaft. Westfalia-Trainer Holger Möllers. Auf die Leistungsträger Massih Wassey und Janik Bohnen muss er auch gegen Gievenbeck verzichten. Foto: Johannes Oetz

„Kinderhaus hat etwas.“ Das möchte Holger Möllers, der neue Trainer des Fußball-Westfalenligisten, künftig gern über seine Mannschaft hören oder lesen. Zum Saisonauftakt gelang es der Westfalia allerdings nicht, sich nachhaltig zu empfehlen. In Mesum unterlagen die Münsteraner 0:2. Möllers akzeptierte den Fehlstart. „Der Gegner war stark und meine Mannschaft noch nicht bei 100 Prozent“, sagte er im Rückblick.

Kinderhaus hat fraglos Potenzial, in den kommenden Wochen soll es sich mehr und mehr entfalten. „Wir arbeiten daran“, versichert Möllers. Im Vergleich zum klanglosen 0:4-Pokal-Aus gegen den Oberligisten Hamm registrierte der Coach eine Leistungssteigerung. „Aber das geht noch besser. Jeder Einzelne kann mehr und wird spielerisch noch zulegen.“ Pech für Kinderhaus, dass in Mesum zwei Leistungsträger fehlten. Janik Bohnen zog sich im Training einen doppelten Bänderriss zu und wird noch viele Wochen fehlten. Massih Wassey musste wegen eines Muskelfaserrisses passen, soll aber in der nächsten Woche ins Training zurückkehren. Der Ausfall dieser erfahrenen Spieler wiegt schwer, Möllers mag trotzdem „nicht groß klagen. Ich ziehe es immer vor, mich vorrangig mit Spielern zu beschäftigen, die mir zur Verfügung stehen.“ Am Sonntag ist Kinderhaus im Derby gegen Gievenbeck gefordert. Möllers spürt Vorfreude, noch mehr bei seinen Spielern. „Da haben einige ja deutlich mehr Berührungspunkte als ich“, sagt er.

Wie Kinderhaus ging auch Oberligist Preußen Münster II beim Ligastart leer aus. Trainer Kieran Schulze-Marmeling war nach dem 0:1 in Sprockhövel dennoch „mächtig stolz“ auf seine Mannschaft. Die saß nach einer Vollsperrung auf der A 1 zunächst drei Stunden lang im Stau und spielte später 60 Minuten lang in doppelter Unterzahl. „Dass die Jungs in der Halbzeitpause nicht resigniert haben, sondern darüber diskutiert wurde, wie das Spiel mit neun Mann noch zu gewinnen sei, hat mir echt imponiert“, sagte Schulze-Marmeling.

Tatsächlich stemmte sich der SCP bis zum Schlusspfiff gegen die numerische Übermacht. „Phasenweise hat Sprockhövel sogar auf Zeit gespielt“, konstatierte der Preußen-Coach, „ein solches Gemeinschaftserlebnis kann Gold wert sein und dich durch die Saison tragen.“

Schade nur, dass der Schiedsrichter am Sonntag nicht mitspielte. Als Tobias Heering nach einer Rangelei als zweiter Preuße Rot sah, nutzte auch die Interventions des Sprockhöveler Kapitäns nichts. Schulze-Marmeling: „Er hat darum gebeten, den Platzverweis zurückzunehmen. Leider ist der Schiedsrichter bei seiner Entscheidung geblieben.“

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