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TC Union Münster kämpft wie jedes Jahr um den Klassenerhalt

Münster

Zu ungewöhnlicher Jahreszeit im August beginnt für den TC Union Münster die 2. Bundesliga. Der Auftakt im erneuten Rennen um den Klassenerhalt führt das Team zum Club an der Alster nach Hamburg. In Gedanken sind die Spielerinnen nach wie vor beim verstorbenen Trainer.

Von Henner Henning

Die Slowenin Nastja Kolar wird wie die Österreicherin Melanie Klaffner und die Kroatin Mariana Drazic den TC Union Münster in den wichtigen Partien gegen die direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt verstärken. Foto: Imago/Claudio Gärtner

Es ist jedes Jahr das gleiche Spielchen, das hat sich auch nach der pandemiebedingten Pause im Sommer 2021 nicht geändert. Seit dem Aufstieg 2014 ging der TC Union Münster in der 2. Bundesliga Nord immer mit dem Etikett „Außenseiter“ und „Abstiegskandidat“ in die Saison, schaffte aber stets den Klassenerhalt. Und genau den peilen die Damen von der Steinfurter Straße ab Samstag wieder an, wenn die Spielzeit mit der Partie beim Club an der Alster beginnt.

Am 18. Mai 2014 startete das mittlerweile sieben Jahre andauernde Zweitliga-Abenteuer in Hamburg – ein Aspekt, der an diesem Samstag sicher in Erinnerung rücken wird, war damals doch noch Thomas Heilborn als Vater der Unioner Erfolgsgeschichte dabei. Im Oktober 2020 verstarb der Trainer unerwartet, besondere, emotionale Momente wird es daher sicher geben. „Es wird die erste Saison ohne Thomas sein, der in Gedanken immer bei uns ist“, sagt Mannschaftsführerin Tina Kötter, die 2014 bei der 1:8-Niederlage dabei war.

Szymon Seifert

Der Auftakt in Hamburg könnte also kaum schwerer sein, der renommierte Club an der Alster orientiert sich eher in Richtung Spitze – wie sich anhand der Aufstellung erkennen lässt. Tamara Korpatsch als Nummer 151 der Welt sowie die Polin Kateryna Kawa – sie ist sechs Plätze dahinter notiert – führen das Team an, mit Carina Witthöft, Eva Lys, Lisa Matviyenko sowie der deutschen Meisterin Noma Noha Akugue folgen vier Spielerinnen aus den nationalen Top 30. „Das ist schon eine sehr gute Mannschaft. Wir sind Außenseiter, können daher frei aufspielen und zeigen, was wir drauf haben. Die Mädels sollen es genießen, am Rothenbaum zu spielen“, sagt Coach Szymon Seifert, der sich als Nachfolger von Thomas Heilborn seit dem Frühjahr bestens an der Steinfurter Straße eingelebt und eingebracht hat. „Szymon hat die Aufgabe mit viel Leidenschaft und Motivation übernommen und passt auch menschlich gut zu uns“, sagt Kötter.

Doppelspieltag entscheidend

Wohin die Reise für sie, ihre Teamkolleginnen und den Trainer im Sommer 2022 geht, wird dann der Doppelspieltag am 13. und 15. August mit den Partien gegen zwei direkte Konkurrenten zeigen. Dann gastiert zunächst Aufsteiger TV Visvbek beim TCU, der danach zum RTHC Bayer Leverkusen muss. Dann werden mit Nastja Kolar (Slowenien), Melanie Klaffner (Österreich) und Mariana Drazic (Kroatien) Unions drei ausländischen Kräfte dabei sein – und für noch mehr Power und Qualität sorgen.

Es werden wichtige Fingerzeige, ob Union auch im kommenden Jahr wieder mit dem Etikett „Außenseiter“ und „Abstiegskandidat“ versehen auflaufen darf. „Dafür“, so Kötter, werden wir auf dem Platz wieder bis zum letzten Punkt alles geben und durch Teamgeist überzeugen.“

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