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Rudern

Jubiläumsregatta auf dem Aasee startet im dritten Anlauf

Münster

Traditionell wird Münsters Aasee im Frühjahr zur Pilgerstätte der deutschen Nachwuchsruderer. Nach zwei coronabedingten Ausfällen bittet der Regattaverein Münster am Wochenende im dritten Anlauf endlich zur 50. Frühjahrsregatta.

Von Ansgar Griebel

Am Wochenende wird der Aasee wieder zum Ruderrevier: 1500 Boote gehen hier Samstag und Sonntag ins Rennen.  Foto: Jürgen Peperhowe

Wenn in heimischen Gefilden der Frühjahrsputz ansteht, dann fährt der Staubwedel auch noch einmal final über die Ergometer in den Bootshäusern der Republik. Für die Ruderer und Ruderinnen endet die mühevolle Trockenzeit in etwa mit der Umstellung auf die Sommerzeit, spätestens jedoch mit der Frühjahrsregatta auf dem Aasee.

Größter Frühtest Deutschlands

Die Traditionsveranstaltung in bewährten Organisationshänden des Regattavereins Münster (MRV) ist vor allem, aber nicht nur für den Nachwuchs der größte Frühtest Deutschlands, der bundesweit in nahezu allen Terminkalendern steht. Regattaleiter Nils Warnke vom MRV hat Meldungen aus mehr als 70 Vereinen entgegengenommen, 215 Starts sind am Samstag (10 bis 18.30 Uhr) und Sonntag (9 bis 16.30 Uhr) geplant, dazu müssen 1500 Bootsplätze besetzt werden. 460 Medaillen wird der Regattaverein an den Mann und die Frau bringen, 130 Teilnehmer nehmen dankbar das Angebot an, von Samstag auf Sonntag in münsterischen Turnhallen übernachten zu können. Alles in allem ein würdiges Starterfeld, um diese Jubiläumsausgabe mit Leben und (Jugend-)Bewegung zu füllen – auf Feierlichkeiten anlässlich der 50. Frühjahrsregatta verzichtet der MRV Münster allerdings. „Wir sind schon glücklich, dass wir diese 50. Regatta endlich durchführen können“, sagt Warnke, „im dritten Anlauf“.

Der dritte Anlauf passt

2020 und 2021 machte die Corona-Pandemie den Ruderern eine Strich durch die Rechnung. An diesem Wochenende steht dem Großereignis nichts mehr im Wege – und damit auch nicht dem Großeinsatz der beiden münsterischen Ruderclubs, die natürlich beim Heimspiel auf dem Wasser glänzen wollen, aber gleichzeitig auch mit vereinten Kräften im Hintergrund für einen reibungslosen Ablauf sorgen werden – und dabei MRV-Chef Henrik Niebuhr sowie Nils Warnke tatkräftig zur Seite stehen.

Starter aus der Ukraine zu Gast

Der RV Münster ist mit 34 Aktiven im Einsatz, der ARC ebenfalls mit einer etwas kleineren Abordnung am Start. Eine Visitenkarte geben die münsterischen Sprintachter der Männer und Frauen ab, die sich beim ersten Wettkampftest vor dem Bundesliga-Start auf der „langen“ 1000-Meter-Strecke versuchen. Ein besonderes Augenmerk gilt aber den Startern der studentischen Rudergemeinschaft Angaria, die in Hannover nicht nur jungen Ruderern und Ruderinnen aus der Ukraine Zuflucht geboten hat, sondern die vier ukrainischen Aktiven auch in Münster in die Rennen schickt.

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