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Rad: German-Cycling-Cup

Erst seit 2019 im Sattel, jetzt in Gelb: Matzke fährt vorne weg

Münster

Juliane Matzke ist begeisterte Triathletin, Marathonläuferin, liebt die langen Distanzen. 2019 wagt sie sich das erste Mal aufs Rennrad – und kommt auf den Geschmack. Inzwischen fährt sie im Gelben Trikot im German-Cycling-Cup.

Von André Fischer

Gelb steht ihr: Die Münsteranerin Juliane Matzke führt den German-Cycling-Cup an. Foto: Privat

„Das ist ein Trikot, das ich wirklich liebe. Es ist ein Symbol, ein Mythos, für mich steht es für Erschöpfung und Leiden, aber auch für Siege und Glück.“ Radsport-Ikone Eddy Merckx, fünfmaliger Tour-de-France-Sieger, plaudert 2019 in einem Interview mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ locker, flockig über seine ganz persönlichen Erfahrungen mit dem Maillot Jaune, in dem gerade erst der Däne Jonas Vingegaard die Radsportwelt verzückt hat. Ein „Fetzen“ Stoff, aus dem Legenden gestrickt werden.

Juliane Matzke ist auf dem besten Wege, ihr ganz eigenes Stück Radsport-Geschichte zu schreiben. Mit wohlgemerkt 35 Jahren. Die Münsteranerin fährt aktuell in Gelb beim German-Cycling-Cup (GCC), der deutschen Rennserie für Amateurfahrerinnen und -fahrer. Nach zweiten Plätzen in Göttingen und Köln deklassiert sie ihre ärgste Konkurrentin Carmen Burmeister (Haberich Cycling-Crew Köln) beim Event in Schleiz und schlüpft ins begehrte Dress, das sie am vergangenen Wochenende mit dem dritten Rang am Nürburgring mit viel Mut verteidigt. „Das wird bis zum Ende ein Kopf-an-Kopf-Rennen“, glaubt sie. Die Entscheidung könnte am 3. Oktober beim Saisonabschluss in Münster fallen.

Matzkes Freund lotst sie 2019 in den Sattel

Erstaunlich: Matzke kommt erst 2019 auf den Geschmack. „Schuld“ ist Freund Christopher Pyhel, der die Ausdauersportlerin in den Sattel lotst. Nach ein paar Aufwärmrunden starten die beiden 2019 für den Pluggendorfer Kreisel beim GCC. Matzke, dieser nimmermüde Wildfang, fährt auf Anhieb in der Gesamtwertung bei den Frauen als Zweite aufs Podium. Drei Jahre später greift sie nun gar zu Gold – nach zwei mauen Jahren, in denen die Pandemie den Radsport weitgehend lahmgelegt hat.

Die Bürokauffrau, die inzwischen für das Team Deutsche Kinderkrebsstiftung fährt, ist hoch motiviert, sie möchte bis zum finalen Akt beim Sparkassen-Münsterland-Giro das Gelbe Trikot behaupten. Genau wie Patrick Altefrohne vom münsterischen Leeze Team by tinteistbesser.de. Auch er ist zurzeit Spitze und führt vor Jonas Brzenczek (Sebamed Racing Team).

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