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Hallensport: Saisonbeginn

Geimpft, genesen, getestet - kein Einlass ohne Nachweis

Münster

Der Hallensport legt am Wochenende wieder los. Einher mit dem neuen Anlauf geht die Frage, wie sich die Vereine auf die Corona-Schutzvorschriften einstellen müssen. Tischtennisspieler und Handballer machen den Anfang. In Münster sind die Clubs gut vorbereitet. Doch es gilt, viele Aspekte einzuhalten.

Von Wilfried Sprenger

Wer Sport in Hallen treiben möchte oder einfach nur zuschauen will, hat den Nachweis zu erbringen, geimpft, genesen oder getestet zu sein. Zum Vorzeigepaket am Kontrollpunkt zählt natürlich auch ein Ausweis. Foto: Imago/Rolf Poss

Der nächste Anlauf! Nach zwei vergeblichen Versuchen starten die Hallensportler nun den dritten, eine Saison nicht nur tatendurstig zu beginnen, sondern auch ordnungsgemäß zu Ende zu bringen. Zweimal in Folge versperrte die Pandemie den Protagonisten den Weg ans Ziel. Nun besteht Hoffnung, dass es im dritten Anlauf klappt. Eine Herausforderung bleibt das Unterfangen allemal. An diesem Wochenende starten zunächst Handballer und Tischtennisspieler in die Meisterschaftsrunden.

Inzidenz von 35 als wichtige Marke

Um gewappnet zu sein, ist es nicht notwendig, die aktuelle Corona-Schutzverordnung griffbereit als Bettlektüre ins Schlafgemach zu legen. Andererseits ist es ratsam, dass jeder Sportler und Sportinteressierte die Regeln für Sport im Innenbereich verinnerlicht hat. Die Wichtigste: Bei einer landesweiten Inzidenz jenseits von 35 dürfen ausschließlich vollumfänglich Geimpfte, Genesene oder Getestete (mit einem maximal 48 Stunden lang zurückliegenden negativen Ergebnis) am Trainings- und Spielbetrieb teilnehmen. Auch Schiedsrichter, das Wettkampfgericht und Zuschauer müssen die unverhandelbaren Bedingungen zwingend erfüllen. Wer dies nicht dokumentieren kann, dessen Weg endet am Eingang zur Spielhalle. Die Pflicht der Kontrolle zur Einhaltung der Corona-Regeln liegt immer beim gastgebenden Verein. Michael Schmitz, der Chef des Stadtsportbundes Münster, erwartet „keine Probleme“ bei der Umsetzung der Verordnungen. „Als Sportler haben wir schon immer mit Regeln zu tun, das ist ein Vorteil. Wir werden das schaffen“, sagt er im Brustton der Überzeugung. Seinen Optimismus zieht er auch aus der Vergangenheit: „Die Erfahrungen aus den letzten Monaten haben uns ja schon zu Corona-Meistern gemacht.“

Brameier sieht TuS gewappnet

In der Tischtennis-Abteilung des TuS Hiltrup laufen seit Jahrzehnten viele Fäden bei Ralf Brameier zusammen. Als Schulleiter muss er sich täglich mit den Folgen der Pandemie beschäftigen und auseinandersetzen. Dem Saisonstart im Tischtennis sieht der Sportwart gelassen entgegen. „Bei uns sind nahezu alle Aktiven durchgeimpft. Bei den Gegnern werden wir kontrollieren, in der Regel macht das der Mannschaftsführer.“

Beim Tischtennis sind die Besucherzahlen vergleichsweise überschaubar. Handballer füllen da schon eher die Tribünen, doch auch in dieser „Szene“ sehen sich alle gut vorbereitet. Am Donnerstag versendete der Landesverband Westfalen sein Testkonzept noch mal „zur Beachtung“. Die Verantwortlichen bei Sparta haben dies registriert, hatten allerdings schon vorher ein eigenes entwickelt und es sich vorsichtshalber sogar vom Gesundheitsamt absegnen lassen. „Wir sind bereit. Nicht nur sportlich“, sagt Landesliga-Trainer Christian Maaß.

Keine Kontrollen des Ordnungsamts

Mit Kontrollen seitens des Ordnungsamtes müssen die münsterischen Gastgeber aktuell nicht rechnen. Auf Anfrage unserer Zeitung teilte die Behörde mit, dass sie davon ausgehe, „dass die Vereine ihrer Aufgabe sehr verantwortungsvoll nachkommen“ werden.

Gleichzeitig zeigte das Ordnungsamt Konsequenzen im Falle einer Nichtbeachtung der erforderlichen Verordnungen auf. Wer Kontrollen der Test- und Immunisierungsnachweise nicht sicherstelle oder nicht immunisierten oder nicht getesteten Personen Zugang zur Einrichtung oder einem Angebot gewähre, verhalte sich ordnungswidrig. Ein entsprechender Verstoß könne mit einem Bußgeld geahndet werden, hieß es.

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