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Fußball: Westfalenliga

Kinderhaus holt Bonus-Zähler gegen Erkenschwick

Münster

Richtig weiter hilft Westfalia Kinderhaus das 1:1 gegen die SpVgg Erkenschwick nicht. Doch die Leistung stimmte die Münsteraner recht zuversichtlich. Die richtig heißen Duelle im Rennen um den Klassenerhalt folgen in den kommenden Wochen erst.

Von Thomas Austermann

Jendrik Witt (r.) und Westfalia Kinderhaus präsentierten sich zweckmäßig und zunehmend mutig gegen favorisierte Erkenschwicker um Danny Tottmann (l.). Foto: Thomas Austermann

Jeden Zähler brauchen kann Westfalia Kinderhaus vor den anstehenden schweren Westfalenliga-Wochen gegen Mannschaften gleichen Fahrwassers. Vorher gab’s das 1:1 (0:0) gegen die höher eingestufte, aber enttäuschende SpVgg Erkenschwick, die nur vom Elfmeterpunkt erfolgreich war. Natürlich durch ihren Goalgetter Stefan Oerterer.

Auf Kunstrasen beherzigte Westfalia die Trainervorgaben exakt und konzentrierte sich auf zweckmäßig ruhiges und sicheres Passspiel. Kein Wunder nach den vielen Nackenschlägen der letzten Wochen und nur zwei Punkten aus sieben Partien. „Es musste erst einmal darum gehen, kompakt zu stehen“, sagte Trainer Holger Möllers und dürfte sich eine Halbzeit lang auch darüber gewundert haben, wie gemächlich die „Schwicker“ dieses Spiel zu spielen pflegten.

Ex-Profis auf der Trainerbank

Bisweilen hatte man den Eindruck, dass den Gästen eine sattelfeste Defensive um Andreas Ovelhey schon reichen würde. Wirklich in einen zusammenhängenden Rhythmus kam die Elf kaum, die unter dem bis Saisonende zuständigen Trainerduo Michael Lusch (57) und Toni Schreier (60) – als Ex-Profis des BVB und des VfL Bochum bekannt – zwei Siege gefeiert hatte. Am Stimberg wird ab der neuen Serie Magnus Niemöller (48), der bis 2020 beim TuS Haltern erfolgreich war, die Hoffnungen tragen.

Je länger die Partie lief, desto kecker wurde Kinderhaus, das in Kapitän Nick Rensing einen starken Innenverteidiger hatte, der präsent, konsequent und laut war. Luis Haverland tauchte vor dem Gästekasten auf, aber der ballführende Jendrik Witt sah den Kollegen nicht. Marvin Kehl rieb sich unverdrossen als einzige Spitze auf und versuchte stetig, Anspiele zu verarbeiten und nachrückende Mitspieler in Szene zu setzen. „Dass uns das Selbstvertrauen derzeit fehlt, sieht man gerade an der Offensive“, sagte Möllers und hätte sich mehr Mut und Durchsetzungspower gewünscht.

Wassey trifft per Freistoß

Haverland wagte sich nach dem Wechsel an einen Fernschuss, aber auch der war ohne Überzeugung platziert. Das Spiel wurde insgesamt lebhafter. Die Gäste agierten nun auch temposchärfer. Kinderhaus aber blieb den Tick offensiver. Nach Foul an Jendrik Witt drehte Massih Wassey den Freistoß aus 18 Metern – selbstverständlich mit links – wunderschön in den rechten Torgiebel (62.). Der Routinier spielte diesmal defensiver als zuletzt, kurbelte trotzdem viele Attacken an.

Oerterer eiskalt

Die Gäste beorderten den schnellen Stürmer Finn Wortmann auf die rechte Außenbahn, wo der auch Feuer entfachte. Einmal lief er Daniel Schürmann weg – Foulspiel, Elfmeter, 1:1 (78.). Torjäger und Routinier Oerterer (34) machte seinen 16. Saisontreffer. Groß aufgefallen war er bis hierher nicht, da hatte Wortmann eine bessere Szene vor der Nase, spielte aber ab statt zu schießen. „Für den Kopf wichtig und für die Moral gut ist der Punkt allemal“, sagte Möllers. Im Restprogramm geht es insgesamt noch gegen gleich sieben Mannschaften aus dem gleichen Liga-Bezirk: Peckeloh, Tengern, Herford, Theesen, Neuenkirchen, Lünen und Bielefeld.

Westfalia: Siegemeyer – Venikh, Rensing, Niehues, Schürmann – Schöneberg, Wassey – J. Witt (70. F. Witt), Ritter (87. Hake), Haverland (74. Touray) – Kehl

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