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Fußball: Westfalenliga

Kinderhauser Serie hält auch gegen Neuenkirchen

Münster

Westfalia Kinderhaus spielt momentan sehr beständig. Auch gegen den SuS Neuenkirchen hielt die kleine Serie. Nach dem 0:0 war auch klar, dass die kleiner Serie der Münsteraner, die sechsmal am Stück nicht verloren haben, anhält.

Von Thomas Austermann

Dzan Alic (r.) und der Neuenkirchener Jörg Husmann liefern sich ein Laufduell. Foto: Wilfried Hiegemann

Wettertechnisch wechselhaft ist der April. In diesem Monat hat sich Westfalia Kinderhaus eine andere Tugend zugelegt. Das Muster an Beständigkeit hat kräftig gegen den Abstieg gepunktet. Das 0:0 gegen SuS Neuenkirchen schraubte die Monatsausbeute für den sechsmal nacheinander ungeschlagenen Westfalenligisten auf zehn Punkte bei 5:2 Toren. Die Ordnung des Teams stimmt, die Richtung gen Rettung auch.

Die Zweckmäßigkeit ist Trumpf in diesen Wochen, die Kinderhaus geschwächt durchsteht. Offensiv-Ass Marvin Kehl musste in der Quarantäne ausharren, Defensiv-Ass Nick Rensing kostet die Knieblessur (Innenbandschaden) das Saison-Aus. Trotzdem ist Westfalia vergleichsweise weit gekommen – für Neuenkirchen dürfte es kaum zum Ligaerhalt reichen. Drei Punkte aus dem letzten Spiele-Dutzend sind eine niederschmetternde Bilanz für die Elf, die sich nicht wie eine partout aufs Gewinnen gepolte Mannschaft präsentierte. Die Abwehr löste die gestellte Tagesaufgabe. Ihr spielte in die Karten, dass Kinderhaus mit Luis Haverland einen gerne mitspielenden Offensiven ganz vorne alleine stürmen lassen musste.

Alles versucht, wenig erreicht

Der 23-Jährige war viel unterwegs und versuchte alles, zur Not auch auf eigene Faust. Er traf auch einmal den Pfosten (35.), aber meistens wurden er und die nachrückenden Mitspieler ausgebremst und vom Ball getrennt, ehe der scharf gemacht werden konnte. Neuenkirchens zwölffacher Saisontorschütze Joshua Roß erlebte Ähnliches auf der anderen Seite. Zu zwei Kopfballmöglichkeiten kam Linus Gröger, mehr war da nicht. In der Spielentwicklung haperte es durchgehend. Die Westfalia-Kette mit dem bissigen Zweikämpfer Florian Graberg außen stand zusammen. Ihr Chef Leon Niehues muss in der neuen Serie ersetzt werden. Den 25-Jährigen zieht es dann aus beruflichen Gründen nach Berlin.

Nach dem Wechsel schraubte SuS das Tempo einen Tick hoch. Nur ein Strohfeuer. Die an sich guten Standards von Massih Wassey, der seinem anfangs hohen Pensum Tribut zollte, besorgten Kinderhaus auch keine Szenen mehr. Trainer Holger Möllers sagte: „Wenn wir treffen, ist der Gegner geschlagen.“ Und er fragte eher rhetorisch: „Warum sollen wir aufmachen und mehr riskieren? Unsere Grundordnung stimmte ja in den letzten Spielen.“ Über den Ertrag lässt sich das auch sagen.

Westfalia: Siegemeyer – Wietzorek, Niehues, Lambert, Graberg – F. Witt (67. Hake), Ritter, Schürmann (72. Schöneberg) – Wassey, Alic (56. J. Witt) – Haverland

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