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Reiten: Vielseitigkeit

Klimke holt mit Siena die WM-Quali

Münster

Mit Platz fünf schaffte Ingrid Klimke mit ihrer zehn Jahre alten Stute Siena just do it das nötige Qualifikationsergebnis für die WM in Pratoni del Vivaro im Herbst. „Wir sind wieder auf dem Zettel und wieder im Boot“, freute sie sich nach der Vier-Sterne-Prüfung in Baborowko.

Von Henner Henning

Ingrid Klimke und Siena just do it haben im polnischen Baborowko das nötige Qualifikationsergebnis geschafft. Foto: Imago/René Schulz

Dass Siena just do it das Potenzial für höhere Aufgaben hat, wusste Ingrid Klimke durchaus. Doch nun nach der langen Vier-Sterne-Prüfung in Baborowko hat es die Vielseitigkeitsreiterin auch schwarz auf weiß: Mit Platz fünf schaffte sie mit ihrer zehn Jahre alten Stute das nötige Qualifikationsergebnis für die WM in Pratoni del Vivaro im Herbst. „Wir sind wieder auf dem Zettel und wieder im Boot“, sagte die Münsteranerin, die zu Beginn der vergangenen Woche ihr Erfolgspferd Hale Bob in den Ruhestand verabschiedet hatte.

Als Nachfolgerin für künftige Championate steht Siena bereit. Bereits im Vorjahr hatte sie in Baborowko in der kurzen Vier-Sterne-Prüfung auf sich aufmerksam gemacht, lag nach dem Geländeritt auf Rang zwei – ehe der böse Sturz mit Cascamara Klimke lange außer Gefecht gesetzt hatte. Und Rang zwei war es auch diesmal nach dem zweiten Teil, in den die zweifache Europameisterin als Führende gegangen war – nach einer nicht ganz unkomplizierten Dressur, die beeinträchtigt war von dem starken Wind. Die umgerechnet 31 Punkte sind „sicher nicht das Ergebnis, das man sich vorstellt. Aber den anderen ging es ja genauso. Ich glaube, dass Siena es im letzten Jahr noch nicht so geschafft hätte.“

„Top-fit“ und mit „viel Power“

Die Pole Position gab das Duo dann aber wieder ab und nahm den Führungswechsel – Nadja Minder aus der Schweiz war mit Toblerone nun und bis zum Ende vorne – aber mit Blick auf das nötige Qualifikationsresultat in Kauf. Nach Absprache mit Bundestrainer Peter Thomsen wählte Klimke auch an den schwierigen Komplexen den direkten Weg, ließ Siena aber mehr Zeit – die 5,2 Strafpunkte einkalkulierend. „Siena war so frisch im Ziel, die Runde war so leicht, die Zeit hätte sicher gereicht“, freute sich Klimke über den Auftritt.

„Top-fit“ und mit „viel Power“ präsentierte sich die Stute dann auch am Sonntag im Parcours – und überraschte damit ihre Reiterin, die Siena vor dem abschließenden Springen eher geschont und „im Nachhinein zu wenig abgeritten“ hatte. „Sie war so griffig und wollte mit Caramba in den Parcours, damit hatte ich so nicht gerechnet.“ Die Folge waren acht weitere Strafpunkte, „obwohl sie im Springen eigentlich kaum Fehler macht“, wie Klimke sagte. Das gute Gefühl, die formelle Vorgabe für eine WM-Nominierung erledigt zu haben und zu wissen, dass Siena in bester Form ist, ließ sie „begeistert“ den langen Heimweg antreten.

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