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Reiten: DM in Balve

Klimkes bronzener Coup im Viereck – Langehanenberg im Pech

Münster

Fünfmal war Ingrid Klimke bereits Deutsche Meisterin – bei den Titelkämpfen der Vielseitigkeitsreiter. Nun gab es für die Münsteranerin erstmals auch bei den Dressur-Spezialisten Edelmetall, in der Kür gewann sie mit Franziskus Bronze. Etwas Pech hatte dagegen Helen Langehanenberg am Samstag im Special, den die Kür-Siebte auf Rang acht abschloss.

Von Henner Henningund

Drei strahlende Gesichter: Ingrid Klimke (r.) freut sich über Bronze, während Isabell Werth und Frederic Wandres Gold und Silber feiern. Foto: dpa

Wie man beim CHIO in Aachen gewinnt, weiß Ingrid Klimke bereits. Sowohl im Einzel als auch mit der Mannschaft trug sich die Reitmeisterin in der ­Soers in die Siegerlisten der Vielseitigkeit ein. Wenn nun am 28. Juni das Weltfest des Pferdesports in Aachen beginnt, bekommt Klimke die Chance, auch in der Dressur CHIO-Geschichte zu schreiben. Nach ihren starken Leistungen bei den Deutschen Meisterschaften in Balve, wo ihr mit Franziskus in der Kür ein bronzener Coup glückte und sie zuvor im Special als Fünfte überzeugt hatte, nominierte Bundestrainerin Monica Theodorescu die Münsteranerin für den Nationenpreis. Eine Premiere für Klimke.

„Ich bin ganz stolz über meine erste Dressur-Medaille bei deutschen Meisterschaften. Was Franziskus drei Tage am Stück abgeliefert hat, war hervorragend. Er war auch am Sonntag noch unheimlich frisch und motiviert“, sagte Klimke nach ihrem „super Wochenende“. 82,825 Prozent, eine persönliche Bestleistung, gaben die Richter für diesen flüssigen, rhythmischen Vortrag in der Kür, zu der die Special-Siegerin Dorothee Schneider mit Showtime nicht mehr angetreten war. So lagen vor der Münsteranerin nur noch Isabell Werth mit Quantaz (85,450 Prozent) und Frederic Wandres mit Duke of Britain (83,375 Prozent).

Freudentänzer und Firlefranz überzeugen

Und mit DM-Bronze hatte Klimke noch nicht genug, auch mit zwei Nachwuchspferden setzte sich die 54-Jährige in Balve bestens in Szene. In der Qualifikation zum Finale des Nürnberger Burgpokals wurde sie mit Freudentänzer (75,439 Prozent) Zweite und folgte direkt dahinter mit Firlefranz (73,756 Prozent). Einzig Schneider mit Dante’s Hit erzielte mit 76,025 Prozent ein besseres Resultat. „Beide Pferde waren toll und haben sich super präsentiert“, sagte Klimke, die in der Einlaufprüfung noch mit ihrem Duo ganz vorne gelegen hatte.

Mit einem guten Gefühl fuhr Helen Langehanenberg, die wie Klimke für den RV St. Georg Münster startet, auch aus dem Sauerland zurück nach Hause. Die Kür mit 79,175 Prozent und Rang sieben stimmte die 40-Jährige „sehr zufrieden“, nachdem es am Samstag mit Annabelle im Special nicht wie erhofft gelaufen war. Ihre Stute musste sich während der Prüfung entledigen, äppelte vor den Zweierwechseln und verlor so den Rhythmus. „Das ist ärgerlich. Zu Hause passiert das nie, daher können wir es auch nicht üben“, sagte Langehanenberg, die aber Annabelles Gesamteindruck positiv bewertete. „Mausi ist gereift, war in der Kür wie auch schon im Grand Prix am Freitag richtig gut. Das waren souveräne Runden, und auch der Samstag war nicht so schlecht.“

Baackmann auf Rang 14

Bei den Springreitern hatten Münsters Vertreter dagegen nichts mit der Medaillenvergabe zu tun. Jens Baackmann (RV Albachten) wurde mit Aventador 14., Philipp Schulze Topphoff (RV Roxel) war am Finaltag nicht mehr dabei. In der Damen-Konkurrenz belegte Karin Ernsting (RV St. Hubertus Wolbeck) mit D-Coroquada als Neunte einen Top-Ten-Platz.

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