1. www.muensterschezeitung.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Muenster
  6. >
  7. Eschhaus lässt Gievenbeck jubeln

  8. >

Fußball: Kreispokalfinale

Eschhaus lässt Gievenbeck jubeln

Freckenhorst

Erst im Elfmeterschießen setzte sich der 1. FC Gievenbeck am Donnerstag im Finale gegen den TUS Hiltrup durch und schnappte sich den Kreispokal. FCG-Keeper Eschhaus wurde dabei zum Held – weil er nicht nur auf der Linie, sondern auch am Punkt cool blieb.

Von Thomas Austermann

Der neue Kreispokal-Champion: Im Endspiel setzte sich der 1. FC Gievenbeck nach Elfmeterschießen gegen den TuS Hiltrup durch. Foto: Thomas Austermann

In Endspielen werden Helden gesucht und gefunden. Erst recht, wenn die Entscheidung per Elfmeterschießen ermittelt wird. Am Feiertag avancierte am Feidiek in Freckenhorst anlässlich des Kreispokalfinals der Torwart Nico Eschhaus zum Mann im Mittelpunkt. Im Duell der Westfalenligisten gewann er mit dem 1. FC Gievenbeck gegen den TuS Hiltrup 5:4 nach Elferschießen (1:1, 0:1). Genau ein Schuss wurde gehalten, und zwar von „Esch“ – und der verwandelte als Schütze auch noch cool.

Sollte der FCG noch Westfalenliga-Meister werden, würde er damit auch ein Westfalenpokalticket lösen und den TuS in den zweiten Wettbewerb mitnehmen. Der wiederum kann am 6. Juni im direkten Duell um Punkte dem Lokalrivalen noch in die Suppe spucken. Wenn bis dahin die Akkus wieder aufgeladen sind im personell so reduzierten Kader, der jetzt an seine Kraftgrenzen stieß und zulassen musste, wie der von der Bank aufgefrischte FCG das große Anrennen spät krönte.

Hiltrup fehlt am Ende die Cleverness

Bis zum 1:1 durch Louis Martin (82.) war TuS-Keeper Romain Böcker der Hiltruper Held. Er parierte den Elfmeterschuss von Christian Keil (74.) perfekt, nachdem Arne Stegt den in wichtigen Szenen wertvollen FCG-Techniker Guglielmo Maddente gelegt hatte. „Der weiß zu gut, wohin ich schieße“, anerkannte Keil, der 22-Tore-Mann der Meisterschaft. Böcker trauerte ob der Spielentwicklung: „Mit etwas mehr Cleverness bringen wir das Spiel über die Runden. Aber es fiel uns schwer, für Entlastung zu sorgen.“

Mehr Feuereifer entfachten im sehenswerten Spiel eine Halbzeit lang die galligen Hiltruper vor 300 Zuschauern, die der TuS Freckenhorst und Pokalspielleiterin Manuela Imholt (BSV Ostbevern) begrüßten. Zweikampfplus und mutige Attacken beeindruckten. Nils Johannknecht traf nach starker Vorarbeit von Daniel Mladenovic (33.) und hatte Pech mit einem Schuss an die Latte (62.). Nach dieser Szene veränderte der FCG seine Formation und Statik mit vier frischen Kickern und blieb hartnäckig am Drücker. Jannik Balz machte links herum Betrieb und feuerte einmal an den Pfosten. Dann bereitete Maddente das 1:1 vor.

Eschhaus behält die Nerven gleich doppelt

Vom Punkt fiel die Entscheidung: Bastian Gaube, Nils Kisker und Daniel Mladenovic trafen für den TuS, Frederik Schulte und Julian Sammerl zielten über den Kasten, Luca de Angelis scheiterte an Eschhaus. Gute Nerven hatten dessen Feldspielerkollegen Jan-David Volmering, Henning Dirks und Justus Kurk – auch Eschhaus verwandelte, was Maddente und Johan Scherr nicht vergönnt war. Beide trafen ans Gehäuse..

„Ein Riesenkompliment an beide Teams“, sagte Sieger-Trainer Florian Reckels. „Der TuS war lange am Drücker, aber wir kommen immer wieder nach Rückständen, das zeichnet diese Elf aus. Dass wir Frische einwechseln konnten, war entscheidend.“ Christian Hebbeler vom TuS haderte mit „der Tragik des Spiels, in das wir alles reingelegt haben. Das Resultat ist schwer zu akzeptieren, aber ich bin stolz. Uns fehlten, und das ist leicht zu erklären, in den letzten 20 Minuten die Körner.“

FCG: Eschhaus – Beil, Volmering, Scherr – Gerbig (56. Balz), Heubrock (56. Dirks), Kurk, Martin – Niehoff (64. Geisler) – Maddente, Keil (79. Fromme)

TuS: Böcker – Kilinc, Sammerl, Finkelmann – Stegt (90. Syska), Gaube, Kisker, Schulte – Cömcü (87. Hübener), Johannknecht (73. de Angelis) – Mladenovic

Startseite
ANZEIGE