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Taekwondo: Deutsche Meisterschaften in Münster

Lam und Hast bleiben ohne Medaille – haben aber Spaß

Münster

Die Corona-Pandemie hatte die Taekwondo-Athleten wie so viele Kampfsportler hart getroffen. Umso größer war die Freude über die Rückkehr auf die Matte, auch wenn die Deutschen Meisterschaften für die beiden Nachwuchssportler Ashton Lam (SV Mauritz) und Amelie Hast (TUS Hiltrup) ohne Edelmetall endeten.

Von Johann Sühlingund

In der Unisporthalle wurden am Wochenende die Deutschen Meisterschaften im Taekwondo ausgetragen. Veranstalter und Athleten freuten sich sehr über die Rückkehr der Zuschauer.

Die münsterischen Taekwondo-Vereine blicken mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf die in Münster ausgetragenen Deutschen Meisterschaften zurück. Nachdem die Veranstaltung im November von der Deutschen Taekwondo Union abgesagt wurde, wurde sie nun endlich nachgeholt – und das sogar ohne Besucherbeschränkung. „Das ist wie bei jeder Sportart, die Anfeuerungen und Emotionen sind mit Zuschauern schon ganz anders als ohne,“ freute sich Organisationschef Klaus Zumdick.

Aus Sicherheitsgründen galt die Maskenpflicht. Denn generell wurde Taekwondo als Zweikampfsportart von der Corona-Pandemie besonders stark getroffen. „Wir haben während der Kontaktbeschränkung versucht, auch Online-Training zu veranstalten, aber ohne Gegner zu kämpfen ist natürlich kaum möglich“, so Zumdick. Auch direkt auf das Turnier hatte die Pandemie Einfluss. Die Zwillinge Alisa und Marianne Hartmann konnten nach überstandener Corona-Infektion noch nicht wieder teilnehmen und ließen das ohnehin schon ­kleine Teilnehmerfeld aus Münster noch weiter schrumpfen. Einzig Ashton Lam vom SV Mauritz in der Altersklasse der Kadetten (11 bis 14 Jahre) und Amelie Hast vom TuS Hiltrup bei den Juniorinnen (15 bis 21 Jahre) freuten sich über ein Heimspiel. „Wir sind aktuell, jetzt wo Wettkämpfe wieder möglich sind, erst wieder im Aufbau und auf der Suche nach jungen Sportlern und Sportlerinnen, die viel Motivation für den Sport mitbringen“, erklärte Zumdick.

Vier Streams senden live

Bereits voll aufgebaut ist indes schon die Deutsche Taekwondo Union: Neben den Zuschauern vor Ort wurde auch dem Online-Publikum einiges geboten. Mit gleich vier Streams konnte jeder Court live über YouTube verfolgt werden.

Münsterische Medaillengewinne waren dort aber nicht zu sehen. Ashton Lam schied „sehr knapp“ (Zumdick) mit 10:14 gegen Eser Ergün vom TKD Verein Gladbeck im Viertelfinale aus. Aslan-Eymen Cavusman vom SV Lowick setzte sich später in der Altersgruppe der Kadetten bis 53 Kilogramm die Krone auf. Am Tag darauf kam Amelia Hast immerhin ins Halbfinale der Junioren bis 67 Kilogramm, wo gegen die ­spätere Zweitplatzierte Sina Metschberger (Bardenbach) dann Endstation war. Der ­Titel ging an Emily Hörmann vom SV Raisting. Erfolgreichster Verein war der TSV 1865 Dachau, der sowohl bei den Kadetten als auch bei den Junioren die Rangliste anführte.

Zumdick: „Respekt und Bescheidenheit“

Doch es standen auch andere Werte als nur Siege im Vordergrund. „Wie auch in anderen asiatischen Kampfsportarten versuchen wir, Respekt und Bescheidenheit beizubringen“, erklärte Zumdick den Ansatz. Etwas, was sowohl auf als auch neben den Matten zu spüren war. Nette Worte waren überall zu hören – hier freute man sich über das Wiedersehen, dort wurden Übernachtungsplätze angeboten.

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