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Leichtathletik: U-23-DM in Wattenscheid

LG Brillux reist dezimiert zu den nächsten Titelkämpfen

Münster

Die Vorfreude der LG Brillux Münster auf die U-23-DM ist ein wenig getrübt. Krankheitsbedingt dezimierte sich der Kader der qualifizierten Athletinnen und Athleten, besonders betroffen ist die Sprint-Abteilung. Dafür aber sind die Mittel- und Langstreckler in guter Form und haben in Marco Sietmann auch einen Medaillen-Kandidaten.

Von Henner Henning

Marco Sietmann startet bei der U-23-DM in Wattenscheid über 3000 Meter Hindernis als ein Medaillen-Kandidat. Foto: Imago/Beautiful Sports

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Eigentlich wollte sich die LG Brillux Münster am Samstag mit einem gut 20-köpfigen Team auf den kurzen Weg in die Wattenscheider Lohrheide machen und so mit einer ähnlich großen Abordnung die Deutschen U-23-Meisterschaften bestreiten wie am vergangenen Wochenende die U-18- und U-20-Titelkämpfe in Ulm. „Nominell war die Mannschaft groß, doch leider hat sie sich krankheitsbedingt nun ziemlich verkleinert“, sagt LG-Chefcoach Jörg Riethues.

Gerade das Sprinter-Team wurde in den vergangenen Tagen und Wochen arg gerupft, mit Luka Herden bleibt nur noch ein Athlet für die Kurzstrecke. Jakob Bruns, der über 100 und 200 Meter starten wollte und für die längere Distanz ein Finalkandidat war, muss „recht sicher“ (Riethues) passen. Eine Mandelentzündung setzte ihm zu. Und auch Gabriel Wusu (200 Meter) gehört zu den Ausfällen, die Auswirkungen auf die 4 x 100-Meter-Staffel haben. Diese, im Vorfeld durchaus als Mitfavorit im Kampf ums Edelmetall eingestuft, droht nun auszufallen.

Ida Schwering – erst U-20-, dann U-23-DM

Immerhin schickt die LG ein weibliches Quartett im Bochumer Stadtteil ins Rennen, einzig die Aufstellung ist noch offen. „Das wird sich kurzfristig entscheiden. Mal sehen, was in der neuen Besetzung möglich ist“, sagt Riethues. Eine Kandidatin ist Ida Schwering, die zudem über 100 Meter Hürden startet. Dabei sind die Titelkämpfe für die U-20-Athletin ein „Zusatzwettbewerb“, ihr DM-Auftritt zuletzt in Ulm hatte Priorität. „Für sie gilt: Dabei sein ist alles. Vielleicht kann sie ihre Bestzeit noch einmal angreifen“, meint Riethues, der im Hürden-Sprint die erkrankte Fiona Wildemann hingegen nicht sehen wird.

Wie Schwering steht auch für Pia Schlattmann nach der U-20-DM der Start in der höheren Altersklasse an. Nach dem starken fünften Platz über 1500 Meter mischt sie nun über die 800 Meter mit, einen Finaleinzug als Vorgabe auszurufen, könnte aber mit Blick auf die ältere Konkurrenz gewagt sein. „Das wird mehr als schwer“, erklärt Riethues.

Enseling und Bender wollen in Top Ten

Da haben die Mittel- und Langstreckler der LG schon andere Ambitionen. Oskar Enseling (5000 Meter) hofft auf einen Top-Ten-Platz – wie Jari Bender (1500 Meter), der ins Finale einziehen und so bei den Besten mitmischen will. Um Edelmetall kämpft über 3000 Meter Hindernis Marco Sietmann, der mit der zweitbesten Meldezeit antritt. „Er ist top-fit. Ruft er seine Leistung ab, ist eine Medaille möglich. Aber die Spitze ist sehr eng beieinander, da entscheidet die Tagesform“, meint Riethues, der mit Jean-Benoit Merté nach dessen Rückkehr aus den USA noch eine „Wundertüte“ ins Rennen schickt. „Er ist fit und gesund. Mal sehen, wie es mit der Formerhaltung geklappt hat.“

Schwer einzuschätzen ist auch das derzeitige Leistungsvermögen von Maximilian Busse. Der Weitspringer kränkelte zuletzt, ist noch nicht wieder bei 100 Prozent und kann daher frei von jeglichem Erwartungsdruck antreten. Optimal sind die Voraussetzungen aber natürlich nicht.

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