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Fußball/American Football: Interview

„Macht mir beides Spaß“ – Clemens Schuldt spielt für die Blackhawks und die Eintracht

Münster

Samstag Touchdowns, sonntags Tore: So sehen die Wochenenden von Clemens Schuldt aus – solide Handarbeit bei den Münster Blackhawks, mit feinem Füßchen für Eintracht Münster.

Von Ansgar Griebel

Handspiel: Das geht nur beim American Football, seine Qualitäten mit dem Ball am Fuß beweist Clemens Schuldt dagegen regelmäßig bei Eintracht Münster. Foto: privat

Alles was Clemens Schuldt macht, hat Hand oder Fuß. An den Wochenenden ist der 22-Jährige als doppelter Vollstrecker im Einsatz: Samstags bei den Münster Blackhawks als Wide Receiver, am Sonntag bei Eintracht Münster als Stürmer. Wie Football und Fußball zusammenpassen – oder passend gemacht werden können, kann der BWL-Student schlüssig erklären.

Falls jemand nach Ihrem Lieblingshobby fragt ...

Clemens Schuldt (lacht): ... dann kann ich mich nicht entscheiden. Ich bin Fußballer und Footballer. Das macht mir beides Spaß.

Was kam denn zuerst?

Schuldt: Ich spiele beides jetzt schon lange, aber zuerst Fußball – etwa seit ich sechs bin, beim Football bin ich so mit 14 gelandet.

Und das Training?

Schuldt: Passt super. Das ist auch ein Grund, warum ich bei der Eintracht spiele. Da wird Mittwoch und Freitag trainiert, die Spiele sind am Sonntag, die Blackhawks trainieren dienstags und donnerstags, spielen dann meist am Samstag.

Und beide Trainer können gut mit dem Doppelleben ihres Vollstreckers leben?

Schuldt: Für Daniel (Wienker, Eintracht-Coach) ist das gar kein Problem, der freut sich auch, wenn ich bei den Blackhawks einen Touchdown mache. Alexander (Naretz, Backhawks-Trainer) ist da etwas skeptischer wegen der Verletzungsgefahr – gerade vor den Aufstiegsspielen zur zweiten Liga.

Dabei ist die Verletzungsgefahr im Football doch eher größer als im Fußball?

Schuldt: Wahrscheinlich schon, das hängt aber auch von der Position ab. Als Wide Receiver bin ich meist ziemlich weit vorne, da ist nicht so viel Betrieb und Kontakt wie beispielsweise beim Running Back.

Beim Saisonauftakt der Eintracht haben Sie gleich zweimal getroffen, bei den Blackhawks stehen nach neun Partien zehn Touchdowns zu Buche. Worüber freuen Sie sich mehr: Über ein Tor oder über einen Touchdown?

Schuldt: Auch schwer zu sagen, aber wahrscheinlich mehr über den Touchdown – weil er im Moment wichtiger ist. Das liegt sicher auch an den Zuschauern: Es ist schon beeindruckender, von mehreren Hundert Zuschauern in der Regionalliga bejubelt zu werden, als von 20 in der Kreisliga A.

Was zeichnet den Stürmer Schuldt aus, was den Wide Receiver?

Schuldt: Eigentlich geht es bei beiden Positionen um das Gleiche: Schnelligkeit, Durchsetzungsvermögen und den Abschluss.

Bei den Blackhawks werden Sie von Quarterback Nils Korella vorbildlich versorgt, von wem kommen die Bälle bei der Eintracht?

Schuldt: Da fällt mir als erstes Kai Geschonnek ein, der hat mir in der vergangenen Saison das eine oder andere Ding aufgelegt.

Ihre Woche besteht aus drei Tagen Football und drei Tagen Fußball, da fehlt doch was. Was passiert mit dem freien Montag?

Schuldt: Das wäre eigentlich der Tag für das Fitnessstudio, aber da war ich jetzt auch schon länger nicht mehr. Da muss ich dran arbeiten ...

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