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Bogenschießen: World Games und WM

Martina Boscher reist mit Pfeil und Bogen durch die USA

Münster

Martina Boscher erobert die USA in diesem Jahr in Wildwest-Manier – mit Pfeil und Bogen. Die Blankbogenschützin der BS Münster startet aktuell bei den World Games in Birmingham/Alabama und reist im Oktober nach North Dakota zu den Weltmeisterschaften.

Von Ansgar Griebel

2018 sicherte sich Martina Boscher (l.) an der Seite von Carolin Landesfeind und Lisa Ungruh den WM-Titel – vier Jahre später nimmt die Ostbeveranerin den nächsten Anlauf. Foto: Lisa Ungruh

Martina Boscher hat sich in Delmenhorst den Weg mit präzisen Einlagen freigeschossen und ist derzeit mit Pfeil und Bogen in den USA unterwegs. Die Sportwartin der Bogenschützen Münster ist dabei auch in eigener Sache, vor allem aber für Deutschland im Einsatz.

In Birmingham/Alabama wurden am Donnerstag die World Games eröffnet, am 13. Juli steht dann der Wettbewerb der Blankbogenschützinnen auf dem Programm. Boscher wird dann im Einzel und gemeinsam mit Mannschaftskollege Michael Meyer im Team für Deutschland die „10“ anvisieren. „Ein tolles Erlebnis, auf das ich mich sehr freue“, sagt Martina Boscher, die beim Qualifikationsturnier in Delmenhorst aber ein anderes, vielleicht sogar noch wertvolleres Ticket löste. „Da ging es um die Weltmeisterschaften.“

Deutschland als Titelverteidiger am Start

Die stehen Anfang Oktober ebenfalls in den Vereinigten Staaten an, dann ist North Dakota das Ziel der deutschen Präzisionssportler und -sportlerinnen. Auch bei den Welttitelkämpfen geht es sowohl im Einzel als auch im Team um Titel und Medaillen – dann mit einer reinen Frauenauswahl und je einer Schützin mit dem Recurve-, dem Compound- und natürlich Boschers Spezialgerät, dem Blankbogen.

„Ursprünglich war nur eine Großveranstaltung geplant, aber weil Bundestrainer Peter Lange sich richtig dahintergekniet hat, dürfen wir jetzt beide Reisen antreten.“ Allerdings hat der Bundestrainer auch die besten Argumente auf seiner Seite, „schließlich ist Deutschland amtierender Weltmeister“, so Boscher – und der Doppeleinsatz verdienter Lohn für starke Auftritte im Vorjahr.

Ferien machen US-Doppelpack möglich

Da war die Münsteranerin nicht selbst im Einsatz, hat aber zuletzt bei der WM 2018 in Cortina d‘Ampezzo selbst ihren Teil zum deutschen Mannschaftsgold beigetragen – und an der Reputation ihres Nischensports gearbeitet. Boscher weiß, dass das Bogenschießen in Deutschland nach wie vor zu den Randsportarten zählt, obwohl in kaum einer anderen Disziplin so sehr das Zentrum das Ziel ist. „Um so schöner ist es, all diese Gelegenheiten zu bekommen.“

Boscher hat in diesem Jahr das seltene Glück, das beide Titelkämpfe in die Ferienzeit fallen – die World Games im Sommer und die WM im Herbst, und die pädagogische Mitarbeiterin am bischöflichen Gymnasium Laurentianum in Warendorf keine Probleme hat, sich die Zeiten freizuschaufeln. „Aber da war das Laurentianum immer sehr entgegenkommend, da gab es eigentlich nie Probleme.“

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