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Leichtathletik: U-23-DM in Wattenscheid

Maximilian Busse und Marco Sietmann mit Bronze dekoriert

Münster

Zweimal Bronze gab es für die Athletinnen und Athleten der LG Brillux bei der Deutschen U-23-Meisterschaft in Wattenscheid. Marco Sietmann (3000 Meter Hindernis) und Maximilian Busse (Weitsprung) sicherten sich dritte Ränge.

Von André Fischer

Maximilian Busse lieferte in Wattenscheid ab und holte Bronze.

Jörg Riethues hatte sich fest gequatscht. „Ich wollte längst auf der Autobahn sein“, sagte der Cheftrainer der LG Brillux am späten Sonntagnachmittag nach der Deutschen Meisterschaft der U-23-Athleten in Wattenscheid. Hier und dort hielt er noch ein Pläuschchen – dann zog er mit einem Lächeln von dannen. Mit durchweg positiven Eindrücken. Das bronzene Edelmetall für Marco Sietmann (3000 Meter Hindernis) und Maximilian Busse (Weitsprung) strahlte mit der Sonne bei 30 Grad im altehrwürdigen Lohrheide-Stadion um die Wette.

Dritter – alles bestens. Sollte man meinen. Langstreckler Sietmann war indes nicht zufrieden, kämpfte bei den Bedingungen mit Luftproblemen in der Anfangsphase und finishte auf Sicherheit nach 9:25,78 Minuten, um zumindest Rang drei zu behaupten. „Natürlich ist Marco ein Kandidat, der um Gold mitlaufen kann. Diesmal hatte er nicht seinen besten Tag“, bilanzierte Riethues – ohne unzufrieden zu wirken. Merté Jean-Benoît, die „Wundertüte“, wurde Fünfter (9:58,54). Nach seinem Aufenthalt in den Staaten hatte er Trainingsrückstand. Bronzemann Busse, der sich zuletzt noch mit muskulären Problemen plagte, hatte derweil gut lachen. Seine 7,24 Meter in die Sprunggrube toppten nur zwei Konkurrenten. Für Busse bedeutete der Satz die Jahresbestleistung.

Luka Herden legte über die 100 Meter einen klasse Vorlauf hin – und hatte sein Ziel, das Halbfinale, erreicht. Alles andere war Bonus. Als er dann als Dritter ins Finale rutschte, war er selbst überrascht. Schon mal dabei, setzte er als Siebter mit Saisonbestzeit von 10,65 Sekunden eine Duftmarke.

Oskar Enseling wollte in die Top Ten über 5000 Meter. Seine Vorlaufzeit (15.) musste er verbessern – und tat das (15:10,44 Minuten). „Er ist das Rennen zu schnell angegangen, war meines Erachtens zu mutig, hat dann aber seinen Rhythmus gefunden“, so Riethues.

Über die 1500 Meter gingen Jens Kassebeer und Jari Bender auf die Bahn – Letztgenannter war nur als Zwölfter gemeldet. Beide machten ihre Sache gut, Kassebeer hatte eine formidable Zeit im Halbfinale (3:55,65 Minuten). Im letzten Akt gingen beide in dem taktischen Rennen bis an ihre Grenzen. Platz acht für Kassebeer (4:01,59) und Rang zehn für Bender (4:02,19) ließen Riethues innerlich jubeln. „Jens hat richtig gezaubert.“

Am frühen Sonntagmorgen hatte auch die 4x100-Meter-Staffel ihren Auftritt. Berenike Paul, Ida Schwering, Maja Huesmann und Sarah Krämer liefen nach 47,46 Sekunden im Finale ins Ziel. „Das waren perfekte Wechsel, im Vergleich zur Vorlaufzeit haben sich die vier um 1,3 Sekunden gesteigert“, freute sich Riethues, für den jetzt Sommerpause ist. Auch die Athletinnen und Athleten verabschieden sich bis Ende August in ihre wohlverdiente Pause. Nur Silas Zahlten muss nachsitzen, er startet über 3000 Meter Hindernis bei der U-20-WM im kolumbianischen Cali (1. bis 6. August).

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