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Beachvolleyball: German-Beach-Cup

Münster freut sich auf Sandkastenspiele an neuem Standort

Münster

Die Pandemie machte den Beachvolleyballern in den beiden vergangenen Jahren dicke Striche durch Rechnungen und Pläne. In diesem Sommer kehrt die nationale Tour zurück. Münster ist mit zwei Turnieren feste Größe im Kalender.

Von Wilfried Sprenger

Die ehemaligen USC-Spielerinnen Teresa Mersmann (ganz rechts) und Cinja Tillmann gewannen das Turnier in Münster 2018. Damals wurde noch auf dem Schlossplatz gespielt – künftig geht es in die Hafenarena. Foto: Jürgen Peperhowe

Wenn man so will, ist es die Rückkehr der großen Sandkästen. Nach zweijähriger Zwangspause nimmt die German-Beach-Tour wieder Fahrt auf. Und Münster ist dabei. Am letzten Juli- und am ersten August-Wochenende machen die besten deutschen Beachvolleyballer und -volleyballerinnen am traditionsreichen Standort Station.

Räumlich allerdings ein wenig versetzt: Diesmal ist nicht der Schlossplatz, sondern die Hafenarena Schauplatz gewiss attraktiven und hoffentlich unbeschwerten Spitzensports. Neben Münster erhielten noch Düsseldorf und Hamburg, die ebenfalls an zwei aufeinander folgenden Wochenenden Wettbewerbe ausrichten, den Zuschlag. Die populäre Serie findet ihren Höhepunkt dann in den Deutschen Meisterschaften in Timmendorfer Strand.

Event in Münster soll nachhaltiger werden

Schlanker und nachhaltiger – das ist der Plan beim ersehnten Comeback. „Wir wollen nicht mehr so viele 40-Tonner durch die Gegend schicken, deshalb das neue Format mit den Doppel-Turnieren“, erklärt Volker Braun, Geschäftsführer der Vermarktungsgesellschaft des Deutschen Volleyball-Verbands. Nicht alle Anfragen konnten damit bedient werden. „Es gab mehr Bewerber als nur drei. Allerdings waren Doppel-Veranstaltungen wegen anderweitiger Belegungen nicht überall möglich“, so Braun.

In Münster funktioniert’s. Rainer Bergmann, als Mitarbeiter des Sportamts mit vielen Veranstaltungen und Projekten betraut, freut und erinnert sich. „Unsere langjährigen Erfahrungen mit der Tour sind sehr positiv. Das waren immer mega Events“, meint Bergmann. Zuletzt war die Stadt vor drei Jahren Gastgeber der Sandstrategen.

Deutsche Spitzenspieler am Start?

Mit viel Eigeninitiative hielt die Szene in den beiden vergangenen Jahren auf kleineren Turnieren die Köpfe über Wasser. Nun endlich soll es wieder vorwärts gehen. Nicht direkt von null auf hundert, wie Braun versichert. Sondern behutsam und (noch) etwas schlanker. Langfristig – vielleicht sogar schon früher – möchte der German-Beach-Cup jedoch wieder das sein, was er einmal war: Europas größte Beach-Tour.

Volker Braun

Vor drei Jahren gewannen die Nationalspielerinnen Karla Borger und Julia Sude in Münster, bei den Männern setzten sich damals David und Bennet Poniewaz durch. Die Zwillinge aus Niedersachsen, kurz unter der Flagge des USC Münster unterwegs, wurden später Deutscher Meister. In diesem Jahr dürfte die German-Beach-Tour erneut erlesen besetzt sein. „Nach den Olympischen Spielen in Tokio sind wir in einem Übergangsjahr. Ich gehe fest davon aus, dass die deutschen Spitzenspieler und -spielerinnen die Serie wahrnehmen“, sagt Braun.

In Münster wird auf zwei Courts gespielt. Über die Größe der Konkurrenz (vermutlich 16 Teams in den Hauptfeldern) sowie die Tribünen-Kapazitäten auf dem Center Court ist noch nicht entschieden.

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