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Wahl zu Münsters Fußballer des Jahres 2022

Trotz Angeboten: Hannah Bodes Herz schlägt nur für Saxonia

Münster

Hannah Bode vom TuS Saxonia war 2021/2022 die herausragende Torjägerin in der Kreisliga A - das fällt auch anderen Vereinen auf. Warum die 20-Jährige den Kanalclub trotzdem nie verlassen will.

Von Jonas Austermann

Wenn sie Platz hat, hält sie keiner mehr auf: Hannah Bode traf für den TuS Saxonia 28-mal in 15 Ligaspielen. Foto: privat/TuS Saxonia

28 Tore in 15 Einsätzen: eine Bilanz, die für Aufsehen sorgt – auch bei anderen Clubs. Für Hannah Bode, die genannte Zahlen in der gerade beendeten Kreisliga-A-Saison abgeliefert hat, steht aber fest: „Einmal Saxonia, immer Saxonia.“ Die 20-jährige Torjägerin sagt: „Natürlich gab’s Anfragen von anderen Vereinen, aber mein Herz schlägt für Saxonia. Ich spiele von klein auf hier.“

Beim TuS Saxonia am Kanal fühlt Bode sich zu Hause – genauso wie als Mittelstürmerin. Im Laufe ihres Fußballerinnen-Lebens ist sie von der Abwehr übers Mittelfeld inzwischen ganz vorne gelandet. „Und da fühle ich mich am wohlsten“, sagt sie.

Eine ihrer großen Stärken: Bode hat einen guten Antritt. Wenn sie von den Außenstürmerinnen bedient wird, holt sie kaum noch wer ein. Bescheiden ist die 20-Jährige obendrein, meint zur Nominierung für die Wahl zur Fußballerin des Jahres: „Das ist nicht alleine mein Verdienst. Bei den guten Vorlagen meiner Mitspielerinnen muss ich oft nur noch einschieben.“

Bode traf sieben Mal - in einer Partie

Der Bewegungsdrang liegt in der Familie. „Meine Mutter ist sehr sportlich und mein Opa war Sportlehrer an der Friedensschule“, erzählt sie. Mit sieben, acht Jahren schlug Bode bei Saxonia auf, wollte „unbedingt Sport im Verein machen“. Fußball sagte ihr zu, Saxonia auch. Sie sagt: „Es hat direkt gepasst.“

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Beim Kanalclub sind sie mehr als froh, Bode in ihren Reihen zu wissen. Zum Beispiel, weil die Stürmerin sich manchmal selbst übertrifft. In der Hinrunde versenkte sie Havixbeck beim 7:0-Erfolg nahezu im Alleingang, schoss sechs Tore. „In einem Spiel gegen Füchtorf sind mir sogar mal sieben Treffer gelungen“, erzählt Bode. Wird das nicht langweilig? „Nein“, sagt Bode. „Ein Tor ist immer etwas Besonderes, ich freue mich über jedes einzelne sehr.“

Die starke Saisonbilanz trübte nur, dass Saxonia in der Kreisliga A Platz drei belegte – hinter Meister und Aufsteiger Westfalia Kinderhaus sowie dem SV Mauritz, der eine Aufstiegsrunde spielen darf. „Wir gönnen Mauritz diese Chance“, sagt Bode – treffsicher wie immer.

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