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Triathlon: Bundesliga

Münsters Teams gehen ohne Titelchance ins Finale "mit Geschmäckle"

Münster

In Saarbrücken geht am Samstag die Saison der Triathlon-Bundesliga zu Ende. Die hiesigen Teams Tri Finish und W+F sorgen sich weder um Auf-, noch um Abstieg - sondern um den umstrittenen Modus.

Von André Fischer

Dauerbrenner bei Tri Finish: Jonas Hoffmann startet in Saarbrücken zum dritten Mal in dieser Saison in der Bundesliga, einmal war er in der 2. Liga im Einsatz.  Foto: Tri Finish

Nichts Neues im Saarland. Wie 2020 endet die Saison der Triathlon-Bundesliga mit dem finalen Akt am Samstag in Saarbrücken. Mit münsterischer Beteiligung – aber ohne Martin Epkenhans. Der Sportliche Leiter der Tri Finisher ist zeitgleich als Chef-Organisator des Ultraschwimmens gefordert. Dafür reist Luca Hagemeyer, in der Verantwortung bei Konkurrent W+F, ohne Sportklamotten an. Nachdem er in Nürnberg der Personalnot geschuldet selbst die Badehose überstreifen und die Schuhe schnüren musste, konzentriert er sich nun allein aufs „Coachen“.

Sich selbst überlassen sind derweil Münsters Tri Finisher. „Das machen die Jungs in Eigenregie“, sagt Epkenhans. Jonas Hoffmann, Yannic Stollenwerk, der Franzose Jocelyn Mourier sowie erstmals der Spanier Alejandro Cañas del Palacio nehmen den Dreikampf mit der Konkurrenz auf. Bei Wasser+Freizeit sind David Wetzel und die drei Niederländer Joey van’t Verlaat, Victor Goené und Simon den Braber gesetzt.

"Das Format ist äußerst wasserlastig"

Das Format des Teamsprints indes trifft nicht jeden Geschmack. Vier Aktive sind am Start, die besten drei werden im Zielbereich gewertet. Die Idee ist mehr oder minder aus der Not heraus geboren. Weil das Event aufgrund der Pandemie aus der Stadt in die Hermann-Neuberger-Sportschule umziehen musste. Die Öffentlichkeit wird also ausgeschlossen, die Aktiven bleiben in einer Blase. Und absolvieren die Schwimmeinheit nicht wie ursächlich geplant in der Saar, sondern im Hallenbad mit einer 50-Meter-Bahn.

Ungewohnt: 2450 Meter sind zu kraulen. Drei Triathleten schwimmen jeweils nacheinander 600 Meter, der letzte Dreikämpfer darf 650 Meter hinter sich lassen. „Dieses Format ist schon äußerst wasserlastig“, sagt Epkenhans nicht unbedingt begeistert. Seine Befürchtung: Mannschaften mit richtig guten Schwimmern könnten sich so einen Vorteil, sprich Vorsprung verschaffen. „Möglich, dass nach der ersten Disziplin alles entschieden ist.“ Ein Wettkampf mit Beigeschmäckle

Titelrennen ist noch offen

Das Kölner Triathlon-Team hat exakt aus diesem Grund seine Teilnahme abgesagt. Für Hagemeyer kein Problem, er sieht nur Gutes bei diesem Kräftemessen. „Wir haben super Radfahrer dabei. Das könnte mitunter den Ausschlag für eine gute Platzierung geben. Wir wollen im Becken dranbleiben, dann unsere Stärken ausspielen. Wir wollen noch einmal einen raushauen, im Ranking vielleicht noch zwei Plätze gutmachen.“

Am Samstagnachmittag wird der neue Deutsche Meister feststehen. Diese Entscheidung fällt – das war klar. Absteiger gibt es in der Corona-Krise wie im Vorjahr aber keine. Abonnement-Sieger Ejot Team TV Buschhütten hat aktuell die besten Karten, aber auch das Hylo Team Saar liegt als Gastgeber noch aussichtsreich im Rennen. Tri Finish ist als Zehnter in den Top Ten, W+F ist 14. – mit Luft nach oben.  

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