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Fußball: Frauen-Landesliga

„Ziemlich mutloses Spiel“: Nullnummer zwischen Aasee und Borussia

Münster

Das Landesliga-Derby zwischen den Frauen von BW Aasee und Borussia Münster fand am Wochenende keinen Sieger. Beide trennten sich nach einem sehr taktischen Spiel 0:0 – und verweilen somit weiterhin im Mittelfeld.

Von Helena Wilmer

Borussias Greta Pauli kommt in dieser Szene vor BWA-Spielerin Lisa-Marie Schulz zum Kopfball. Foto: Wilfried Hiegemann

Keinen Sieger gab es im Landesliga-Derby zwischen den Frauen von BW Aasee und Borussia Münster. Beide trennten sich nach einem sehr taktischen Spiel 0:0. Besonders in der ersten Hälfte sahen die Zuschauer kaum Chancen. Beide Clubs verweilen im Mittelfeld.

Einen schlechten Start erwischten vor allem die Gäste. Bereits nach zwei Minuten verletzte sich Emma Pauli im Zweikampf und musste raus. Der holprige Faden zog sich danach auf beiden Seiten durch die gesamte erste Halbzeit. Oft fehlte das Tempo, die starken Offensiv-Spielerinnen wurden größtenteils aus dem Spiel genommen und Torszenen blieben weitgehend aus. „Borussia und Aasee haben ohne Ende Respekt voreinander, und wenn man ohne Risiko nach vorne spielt, kann es auch mal so aussehen. Die Partie war sehr ausgeglichen. Aasee hatte zwar mehr Ballbesitz, aber wir haben unsere Mittel so eingesetzt, dass wir einen Punkt mitgenommen haben“, erklärte Borussias Coach Detlev Rasch.

Mehr Dampf im Kessel

In Hälfte zwei kam langsam, aber sicher richtige Derby-Stimmung auf. Auch wenn Gelegenheiten weiterhin Seltenheitswert hatten, war nun mehr Dampf auf dem Kessel. Die bis dato beste Chance verbuchte Dalina Soldo für die Gäste, als sie von halbrechts alleine auf BWA-Keeperin Catharina dos Santos Carlos zulief, das Leder aber am Kasten vorbei schlug (57.). Ebenso wenig Glück hatten die Blau-Weißen in gleich zwei Fällen. Erst zeigte Borussia-Torhüterin Lea Rüdiger im Eins-gegen-eins gegen Theresa Kohl ihr ganzes Können, danach wehrte sie einen Freistoß von Laura Feld ab und rettete ihrem Team einen Zähler (67., 72.). „Borussia steht oft tief, um dann schnell zu kontern. Deshalb haben wir auch mit einer Viererkette angefangen, um die Spielzüge über die Außenbahnen zu verhindern. Das hat geklappt, ebenso wie unser Plan, uns spielerisch vorzuarbeiten, aber der Gegner ließ sich nicht locken“ so Kolja Steinrötter, Trainer der Blau-Weißen.

Erst zum Schluss sah es so aus, als ob die Teams in Fahrt kommen. Es ergaben sich auf beiden Seiten Strafraumszenen, doch ein Tor fiel nicht mehr. Mit dem Remis konnte besonders der Gast gut leben. „In unserer jetzigen Situation bin ich auf jeden Fall zufrieden. Es war ein ziemlich mutloses Spiel. Beide haben eher auf Sicherheit gespielt“, sagte Rasch nach dem Aufsteiger-Duell.

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